Weißwasser punktet beim Stadtumbau

09.08.2019 DruckversionPDF

Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. begeisterte diese Woche unter anderen den Präsidenten des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko und den Amtschefs im Sächsischen Innenministerium, Thomas Rechentin.

 Auf einer Infotour haben die sich mit dem Rück- und Umbau der Glasmacherstadt – und den aktuellen Sanierungsprojekten auseinandergesetzt. Vor Ort präsentierten auf einem Rundgang zu Fuß und per Bus Petra Sczesny, Geschäftsführerin der WBG Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser mbH und Dietmar Lange, Technischer Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Weißwasser (WGW) die speziellen Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft und die Strategien der Unternehmen. Mit der Halbierung der Einwohnerzahlen seit der Wende mussten nämlich auch leerstehende Wohnungen zurückgebaut werden – in Weißwasser wurde abgerissen, umgebaut und saniert. Trotz Mieten von rund fünf Euro pro Quadratmeter, stehen Wohnungen leer. Gegenstrategien sind barrierearme Zugänge und individuell gestalteter Wohnraum.

Axel Gedaschko zeigte sich von der Stadt und ihrer Attraktivität begeistert. Er betonte, dass das insbesondere aus Berliner Sicht die Herausforderungen und Potenziale der Region nicht bekannt seien – und die Problemlagen von Kommunen und Städten im ländlichen Raum bei der Bundespolitik zu wenig Beachtung fänden. Das zu ändern, setze er als eine wichtige Aufgabe seines Verbandes an. Kommen jetzt nämlich noch Forderungen aus der Klimastrategie hinzu, würden Kommunen und Unternehmen sowie deren Mieter schnell wirtschaftlichen Grenzen geraten, da eine Null-Immission auch bezahlt werden muss. Petra Sczesny von der WBG: „Wir wollen unsere Mieter nicht übermäßig belasten und ihnen dennoch einen guten Wohnkomfort zukommen lassen.“  Ähnlich argumentierte ihr Fachkollege, WGW-Vorstand Dietmar Lange. Unterstützung gibt es jetzt für die Thematik der Mittelzentren wie Weißwasser O.L. auch aus Dresden. Amtschef Thomas Rechentin: „Die Mittel, die der Bund für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellt, muss er auch für Sanierungen im ländlichen Raum bereitstellen, gerade im Osten.“ Denn der kostspielige Altschuldenabbau sei eigentlich Bundesaufgabe. Der Freistaat Sachsen jedenfalls untersetzt die Förderung der Kommunen im ländlichen Raum künftig auch gesetzlich – um direkter, schneller und unbürokratischer die Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen. Damit kann die finanzielle Belastung der Kommunen reduziert und eine Strukturverbesserung unterstützt werden. Angesichts des Strukturwandels im Zuge des Kohleausstiegs ist das ein wichtiger Baustein für die künftige Handlungsfähigkeit in der Region.

Weitere Infos und Bilder auf der Website der WBG - Wohnungbaugesellschaft mbH Weißwasser:
https://www.wbg-weisswasser.de/news/news/gdw-praesident-am-06-august-auf...

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