Aktuelle Projekte

Aktuelle Informationen & Beteiligung
01|2025 Bekanntmachung einer Ausschreibung
Gegenstand der Ausschreibung der Großen Kreisstadt Weißwasser/O.L. ist die Vergabe der Leistung zur „Finanztechnischen Abwicklung von Vorhaben auf der Grundlage des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) der Großen Kreisstadt Weißwasser/O.L. (FRL Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027) “. Das Vorhaben (Projekt) wird voraussichtlich mit dem Leistungszeitraum vom 06.03.2025 bis längstens 28.02.2029 geplant. Der Umsetzungszeitraum ist an den Antrag und den Zuwendungsbescheid der Sächsischen Aufbaubank (SAB) gebunden, sodass es zu Verschiebungen des Leistungszeitraumes kommen kann.
Die Veröffentlichung erfolgte:
| Plattform | Beginn | Ende |
|---|---|---|
| eVergabe.de | 27.01.2025 | 07.02.2025 |
| Vergabe24.de | 27.01.2025 | 07.02.2025 |
| Bund.de | 28.01.2025 | 07.02.2025 |
| ePaper | Ausgabe | Ausgabedatum |
|---|---|---|
| Sachsen | 05/2025 | 31.01.2025 |
In den oben genannten Medien ist die Bekanntmachung wie folgt erschienen:
-
- a) Zur Angebotsabgabe auffordernde Stelle: Name des Auftraggebers: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.; Bereich/Abteilung: Referat Soziales und Ordnung, SG Bildung und Soziales; Straße, Hausnummer: Marktplatz; Postleitzahl: 02943; Ort: Weißwasser/O.L.; Land: Deutschland; E-Mail: ref.hauptverwaltung@weisswasser.de; Telefonnummer: +49 493576265286; Fax: +49 3576265202; Internetadresse: weisswasser.de;Den Zuschlag erteilende Stelle: s.o.; Stelle, bei der die Angebote oder Teilnahmeanträge einzureichen sind: s.o.
- b) Vergabeart: Öffentliche Ausschreibung
- c) Form, in der Teilnahmeanträge oder Angebote einzureichen sind: Angebote können nur elektronisch abgegeben werden; Anschrift, an die die Angebote elektronisch zu übermitteln sind: evergabe.de
- d) Art und Umfang der Leistung: Gegenstand der Ausschreibung der Großen Kreisstadt Weißwasser/O.L. (im Folgenden „Auftraggeber“ genannt) ist die Vergabe der Leistung zur „Finanztechnischen Abwicklung von Vorhaben auf der Grundlage des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) der Großen Kreisstadt Weißwasser/O.L. (FRL Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027) “.; Orte der Leistungserbringung: Offizielle Bezeichnung: Stadtgebiet von 02943 Weißwasser/O.L.; Straße, Hausnummer: Marktplatz; Postleitzahl: 02943; Ort: Weißwasser/O.L.; Land: Deutschland
- e) Ggf. Anzahl, Größe und Art der einzelnen Lose: entfällt, da keine losweise Vergabe
- f) Nebenangebote sind nicht zugelassen
- g) Ausführungsfrist: Beginn: 06.03.2025; Ende: 28.02.2029
- h) Die Vergabeunterlagen werden auf der Vergabeplattform evergabe.de bereitgestellt.
- i) Angebotsfrist: 07.02.2025, 11:00 Uhr; Bindefrist: 31.03.2025
- j) Höhe etwa geforderter Sicherheitsleistungen: entfällt
- k) Wesentliche Zahlungsbedingungen oder Angabe der Unterlagen, in denen sie enthalten sind: siehe Angebotsschreiben
- l) Mit dem Angebot oder dem Teilnahmeantrag vorzulegenden Unterlagen, die die Auftraggeber für die Beurteilung der Eignung des Bewerbers oder Bieters verlangen: siehe Angebotsschreiben
- m) Kosten für Vervielfältigungen der Vergabeunterlagen: entfällt
- n) Angabe der Zuschlagskriterien, sofern diese nicht in den Vergabeunterlagen genannt werden: entfällt, siehe Vergabeunterlagen
01|2025 Besuch des Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL)
Frau Annette Rothenberger-Temme , Abteilungsleiterin Stadtentwicklung, Bau- und Wohnungswesen im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) besuchte uns am 09. Januar 2025 mit einer Delegation des Ministeriums, um sich einen Überblick über aktuelle und geplante Projekte, die im Rahmen der EFRE- und ESF-Förderung unterstützt werden, zu machen. Im Rahmen der Veranstaltung in der Stadtwerkstube Weißwasser/O.L. überreichte Frau Rothenberger-Temme den Förderbescheid für das Einzelvorhaben „Gesund leben in Weißwasser/O.L.“ des Caritasverbandes der Diözese Görlitz e.V. an Oberbürgermeisterin Katja Dietrich. Das Projekt ist Teil des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepts (GIHK) für Weißwasser/O.L. und richtet sich an sozial benachteiligte Menschen, um deren Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit zu fördern.
11|2024 Erhalt des Änderungsbescheides (Mittelaufstockung) zum Rahmenbescheid der Sächsischen Aufbaubank (SAB)
Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. erhielt im November 2024 einen Änderungsbescheid samt Mittelaufstockung um 112.984,00 EUR auf 1.369.884,00 EUR, die nun zur Verfügung stehen.
08|2024 Beantragung der Einzelvorhaben bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB)
06|2024 Erhalt des Rahmenbescheides der Sächsischen Aufbaubank (SAB)
Im Rahmen der neuen Förderperiode stehen für die Realisierung der Einzelvorhaben 1.256.900,00 EUR zur Verfügung.
12|2023 Bestätigung des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) für das Förderprogramm Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027 im Stadtrat am 29.11.2023 und Einreichung des Antrages auf Erlass des Rahmenbescheides bei der Sächsischen Aufbaubank (SAB)
09|2023 Veranstaltung am 07.09.2023 zur nachhaltigen sozialen Stadtentwicklung (ESF Plus 2021–2027)
Am 07. September fand eine weitere Informationsveranstaltung für die Projektträger statt. Hierbei stand die Abstimmung zum Finanzrahmen der ESF Plus-Förderung sowie die Kofinanzierung der Vorhaben durch die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. und der Träger im Vordergrund. Bis zur Vorstellung des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) im Stadtrat im November 2023 fand eine fortlaufende Kommunikation zwischen Trägern und Stadtverwaltung statt.
07|2023 Veranstaltung am 05.07.2023 zur nachhaltigen sozialen Stadtentwicklung (ESF Plus 2021–2027)
Am 05. Juli fand eine weitere Veranstaltung zum EU-Förderprogramm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027 im kleinen Ratssaal der Stadtverwaltung Weißwasser statt. Herr Dr. Tobias Eisold von der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) informierte bei der Beratung über die eingereichten Projektvorschläge und gab einen Überblick über den aktuellen Stand bei der Erarbeitung des GIHK.
06|2023 Einladung zur Veranstaltung am 05.07.2023 zum EU-Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027
Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. und Ihr Partner, die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH, führen am Mittwoch, 05.07.2023, ab 13.00 Uhr im kleinen Ratssaal der Stadtverwaltung Weißwasser, Marktplatz, 02943 Weißwasser/O.L., eine weitere Veranstaltung zum EU-Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027 durch. Neben den interessierten Projektträgern sind auch engagierte Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen.
In den vergangenen Wochen wurde das Gebietsbezogene integrierte Handlungskonzept (GIHK) für die ESF Plus-Förderung bis 2027 bearbeitet.
Bei der Beratung werden das GIHK selbst und die bis 2027 umzusetzenden Maßnahmen im Mittelpunkt stehen. Herr Dr. Eisold (Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH) wird einen Überblick über den Stand im Arbeitsprozess geben. Es wurden mehrere Projektvorschläge für Einzelvorhaben eingereicht, die mit Folgeprojekten und begleitenden Maßnahmen ergänzt werden sollen.
04|2023 Veranstaltung am 20.04.2023 zur nachhaltigen sozialen Stadtentwicklung (ESF Plus 2021–2027)
Am 20. April fand eine Veranstaltung zum EU-Förderprogramm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027 im Pavillon des Stadtverein Weißwasser e.V. statt. In den Räumen des Stadtvereins informierte Dr. Tobias Eisold von der Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH (KEM) zum neuen EU-Programm und dem anvisierten Zeitplan. Ebenso fand eine erste Analyse der Stärken und Schwächen des Gebietes statt.
Im ersten Schritt können nun Projektideen eingereicht werden. Hierfür kann das entsprechende Formular „Formblatt für Projekte zur ESF Plus Förderung 2021–2027“ verwendet werden.
Im weiteren Verlauf zur Erstellung des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes sollen die Projektideen geprüft bzw. weiterentwickelt werden.
04|2023 Einladung zur Veranstaltung am 20.04.2023 zum neuen EU-Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027
Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. und Ihr Partner, die Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH, führen am Donnerstag, 20.04.2023, ab 13.00 Uhr im Pavillon des Stadtvereins Weißwasser e.V., Sorauer Platz 2, 02943 Weißwasser/O.L., eine Veranstaltung zum EU-Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ ESF Plus 2021–2027 durch. Neben den interessierten Projektträgern sind auch engagierte Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen.
Im vergangenen Jahr entschied sich die Stadt Weißwasser zur Beantragung von Mitteln aus der Förderrichtlinie Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027. Anlass für die Stadt, sich um eine Aufnahme in dieses Förderprogramm zu bewerben, sind zum einen die Situation im ausgewählten Fördergebiet und der daraus entstehende Handlungsbedarf. Zum anderen sind die Erfahrungen aus der ESF-Förderung für nachhaltige soziale Stadtentwicklung aus der Förderperiode bis 2020 insgesamt positiv, was nicht zuletzt an der konstruktiven Zusammenarbeit der Stadt mit den Projektträgern und weiteren Aktiven lag.
Der Arbeits- und Beteiligungsprozess zur Erarbeitung eines gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzeptes (GIHK) und eines darauf aufbauenden Aufnahmeantrages in das Förderprogramm wurde inzwischen vorbereitet. Bei den weiteren Schritten bis zur Einreichung des Aufnahmeantrages wird die Stadt von der KEM Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH unterstützt.
Das GIHK soll die Stärken und Schwächen des Gebietes analysieren, die Potenziale und Leitvorstellungen zu seiner Entwicklung beschreiben und Maßnahmen für den anschließenden Umsetzungsprozess ableiten. Die Maßnahmen sollen sich folgenden Bereichen zuordnen lassen:
- informelle Kinder- und Jugendbildung sowie
- soziale Integration.
Zum Handlungsbedarf im neuen ESF-Gebiet, den Schwerpunkten zu seiner Entwicklung und zum zeitlichen Ablauf bis zur Abgabe des Aufnahmeantrages wollen wir mit allen Interessierten ins Gespräch kommen. Dazu laden wir Sie zu einer Auftaktveranstaltung ein, bei der wir die genannten Punkte diskutieren wollen.
Die Ergebnisse der Veranstaltung bilden eine Grundlage für das GIHK. Wichtig sind die Ergebnisse dieser Veranstaltung auch zur Ableitung förderfähiger Maßnahmen, um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung des Gebietes zu unterstützen.
02|2023 Informationen zum Förderprogramm Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027
Das aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Programm „Nachhaltige soziale Stadtentwicklung“ wird vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung (SMR) für den Förderzeitraum 2021–2027 erneut aufgelegt. Über die Förderung wird in einem zweistufigen Verfahren entschieden, bestehend aus der Bestätigung des GIHK und dem darauf fußenden Erlass eines Rahmenbescheides, in dem die Mittel für die Umsetzung des GIHK bewilligt werden („Konzeptebene“), sowie den Entscheidungen über die Anträge zur Förderung der im GIHK benannten Einzelvorhaben („Vorhabensebene“).
Für die zweistufige Beantragung durch die Stadt Weißwasser/O.L. muss zunächst ein gebietsbezogenes integriertes Handlungskonzept (GIHK) inklusive der geplanten Vorhaben erstellt werden. Aufgrund des zweistufigen Verfahrens wird mit einer Umsetzung von Einzelvorhaben ab Mitte des Jahres 2024 geplant.
Interessierte Projektträger sind nun aufgerufen mitzuwirken und haben die Möglichkeit, Ihre Projektideen in Form einer Projektskizze beim Referat Soziales und Ordnung - Sachgebiet Bildung und Soziales - einzureichen. Dazu finden Sie in der nebenstehenden Infobox ein entsprechendes Formblatt für die Projektskizze.
Rahmenbedingungen & Verfahrensablauf
Welche Projekte können über ESF Plus 2021–2027 gefördert werden?
„Zuwendungszweck ist die Förderung sozialer Integration in benachteiligten Stadtgebieten durch die Umsetzung von gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepten (GIHK) mit niedrigschwelligen, informellen Stadtteilvorhaben und begleitenden Maßnahmen. Die Stadtteilvorhaben richten sich an sozial oder anderweitig benachteiligte Menschen und zielen auf die Verbesserung der Chancengleichheit und der aktiven Teilhabe sowie die Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit ab.“
(Auszug aus der Förderrichtlinie "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung ESF Plus 2021–2027" vom Sächsischen Staatsministerium für Regionalentwicklung)
Fördergegenstand sind Vorhaben aus den folgenden Handlungsfeldern:
Informelle Kinder- und Jugendbildung: Unterstützungs- und Freizeitangebote zur Vermittlung von sozialen, emotionalen und Bildungskompetenzen. Zielgruppe sind Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre.
Soziale Integration Niedrigschwellige, informelle Vorhaben zur sozialen Integration und Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit mit folgenden Schwerpunkten:
- a) Vermittlung von Grund-, Schlüssel- und Bildungskompetenzen,
- b) Unterstützung bei der Bewältigung konkreter Problemlagen durch gemeinsames Handeln und Förderung partizipativer Prozesse,
- c) Beratungs- und Unterstützungsangebote im Prozess der Beschäftigungssuche, Beschäftigungsaufnahme und Berufsorientierung,
- d) Kontakt- und Hilfsangebote zur Verbesserung der gesellschaftlichen Teilhabe sowie
- e) Beratungsangebote über den Zugang und die Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten.
Zielgruppe sind Personen mit geringen Chancen auf dem Arbeitsmarkt (zum Beispiel junge Erwachsene ohne Schulabschluss, Langzeitarbeitslose, Migrantinnen und Migranten, Alleinerziehende und ältere Beschäftigte) sowie von sozialer Ausgrenzung und Isolation betroffene beziehungsweise bedrohte Personen (zum Beispiel Einkommensschwache, Migrantinnen und Migranten, Geflüchtete, Wohnungslose, Menschen mit gesundheitlichen und psychischen Beeinträchtigungen und ältere Menschen).
Begleitende Maßnahmen: Auf das Gesamtvorhaben bezogene Aktivitäten mit folgenden Schwerpunkten:
- a) Erstellung und Fortschreibung des GIHK,
- b) fachliche und organisatorische Begleitung und Bewertung der Umsetzung des GIHK sowie Qualitätssteuerung,
- c) programmbezogene Öffentlichkeitsarbeit und Vorhaben zur Einbeziehung der Einwohnerschaft sowie relevanter öffentlicher und privater Akteure und
- d) administrative Unterstützung der Projektträger.
Bei der Planung und Umsetzung des fördergebietsbezogenen Ansatzes kommt den begleitenden Maßnahmen unter Bezugnahme auf den integrierten Ansatz im GIHK eine Vernetzungs- und Koordinierungsfunktion zu, auch hinsichtlich Vorhaben mit ähnlicher Zielrichtung aus anderen Programmen und weiterführenden Angeboten anderer Institutionen.
Gebietskulisse
Die Große Kreisstadt Weißwasser/O.L. möchte das Fördergebiet, wie in der Karte dargestellt, beantragen.
Gefödert von:

Projektleiter GIHK
Dr. Tobias Eisold
Kommunalentwicklung Mitteldeutschland GmbH

Im Rahmen der Fortschreibung des gesamtstädtischen, integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) fand 2021/2022 ein intensiver Diskurs in der Stadtgesellschaft über die Ziele der weiteren Stadtentwicklung statt. Ein besonderer Handlungsbedarf wird für die Innenstadt festgestellt: Hier können durch Schlüsselprojekte neue Inhalte und Qualitäten eingebracht werden, die ihr Umfeld beleben, Synergien schaffen und die Identifikation der Bürger*innen mit Ihrer Stadt stärken. Neue attraktive, öffentliche Räume und Wegebeziehungen sollen durch eine bessere Vernetzung und Erhöhung die Aufenthaltsqualität die Lebensqualität in der Stadtmitte verbessern.
Die EFRE-Handlungsfelder decken sich mit aktuellen Schwerpunkten der Weißwasseraner Stadtentwicklung.
Das INSEK benennt folgende Kernbotschaften (Auszug):
- Stadt als Magnet für Zuzügler*innen begreifen und aufstellen!
- Fokus auf Innenstadtlage legen: Schlüsselprojekte sorgen für neue Inhalte und Qualitäten, beleben ihr Umfeld und schaffen Synergien! Neue attraktive, öffentliche Räume und Wegebeziehungen sorgen für bessere Vernetzung und Erreichbarkeit und erhöhen die Aufenthaltsqualität in der Stadtmitte!
- Möglichkeitsräume und Leerstände mit innovativen Funktionen beleben!
- Den außergewöhnlichen stadtumgebenen Landschaftsraum sowie die städtischen Grün- und Freizeiträume besser an die Stadtmitte anbinden!
Mit Unterstützung durch den EFRE sollen bis 2027 Vorhaben in allen drei Handlungsfelder realisiert werden: Durch attraktive Wegebeziehungen für Radfahrer und Fußgänger wird der CO2-Ausstoß verringert, durch die ökologische Aufwertung von Freiflächen und Straßenräumen wird die Stadtökologie verbessert und durch die Sanierung des Volkshauses zu einem Kulturzentrum wird ein zentraler Beitrag zur sozialen Belebung geleistet. Alle im EFRE 2021 – 2027 geplanten Vorhaben lassen sich unmittelbar aus dem INSEK ableiteten. Mit den Vorhaben knüpft die Stadt Weißwasser/O.L. an den EFRE-Förderzeitraum 2014 – 2020 an. Unter dem Motto „Lebendige Mitte“ wurden deutliche Akzente der nachhaltigen Stadtentwicklung gesetzt. Herausragende Maßnahmen waren die Umgestaltung des Naturbades Jahnteich und die Aufwertung des Jahnparks zur multifunktionalen Aufenthaltsfläche für alle Altersgruppen, beides bedeutende Orte sozialer Integration. Die realisierten Maßnahmen haben dazu beigetragen, dass diese Entwicklung und die dahinterstehende EFRE-Förderung in der Öffentlichkeit positiv wahrgenommen werden.
1.2 Mobilitätsachse Bahnhof Weißwasser bis Waldeisenbahn
Das Vorhaben beinhaltet die Neugestaltung und Verbesserung der Mobilitätsachse entlang der Straße des Friedens sowie des angrenzenden Kohlestaubplatzes mit einem barrierefrei begehbaren Wegenetz, einem differenzierten Leitsystem mit Bodenintarsien und bespielbaren Objekten, der Aufstellung von Stadtmobiliar wie Bänken, Fahrradparkern und Abfallbehältern sowie der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte. Ziel ist es, eine moderne, rad- und fußgängerfreundliche Verbindung zwischen dem Bahnhof Weißwasser und dem Bahnhof der Waldeisenbahn zu schaffen, die alle Verkehrsteilnehmenden gleichberechtigt berücksichtigt und so zur nachhaltigen Mobilität und einer verbesserten touristischen und regionalen Vernetzung beiträgt.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 673.345,66
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 505.009,24
2.2.1 Klimaanpassung Bahnhofsvorplatz, Straße des Friedens
Neugestaltung und Umbau des Bahnhofsvorplatzes mit dem Ziel, grüne Infrastruktur zu schaffen, um das Stadtklima zu verbessern und Überhitzungstendenzen entgegenzuwirken. Dafür werden großflächige Entsiegelungsmaßnahmen durchgeführt und neue Grünflächen angelegt. Diese Grünflächen erhalten verschiedene Einrichtungen, die zum Verweilen, Spielen und Kommunizieren einladen. Der Durchgangsverkehr mit PKW wird reduziert, da der Zugang zu den Parkplatzflächen nur noch von einer Seite möglich ist. Die neugeschaffenen Flächen werden mit Rasen eingesät sowie mit Sträuchern bepflanzt und binden das anfallende Niederschlagswasser dezentral.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 607.886,55
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 455.914,91
2.2.2 Klimaanpassung Brunnenplatz am Bahnhofsvorplatz
Neugestaltung und Umbau des Brunnenplatzes durch Entsiegelung und Baumpflanzungen mit dem Ziel das Stadtklima zu verbessern und Überhitzungstendenzen entgegenzuwirken. Hierfür wird der Kreisverkehr zurückgebaut. An seiner Stelle entsteht am Ausgang des Bahnhofsgebäudes ein großzügiger Fußgängerbereich. Die Ausstattung mit Bänken, Tischen, Abfallbehältern und Fahrradbügeln schaffen zusätzlich Aufenthaltsqualitäten. Aus Sicherheitsgründen wird die Beleuchtung erneuert und ergänzt.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 873.145,51
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 654.859,13
2.4. Klimaanpassung Bahnhofstraße
Umgestaltung der Bahnhofstraße mit dem Ziel den durch Klimawandel entstehenden Überhitzungstendenzen entgegenzuwirken.
Dafür wird der Grünstreifen der Bahnhofstraße verbreitert und neu gestaltet.
Durch die Gestaltung entstehen kleine Plätze zum Verweilen, die mit festverankerten Bänken, Fahrradparkern und Abfallbehältern ausgestattet werden.
Die Grüngestaltung umfasst das Pflanzen von Bäumen, Sträuchern, Bodendeckern und die Ansaat von Rasen.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 193.201,72
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 144.901,29
3.3 Tierpark – Kreativspielplatz für nachhaltige touristische Attraktivität
Mit der Schaffung des Kreativspielplatzes innerhalb des bestehenden Tierparkes im EFRE-Fördergebiet wird ein kulturelles und touristisches Angebot geschaffen, damit eine nachhaltige und dauerhafte Verbesserung dieses Angebotes erzielt werden kann und mehr Besucher den Tierpark und den neuen Spielplatz entdecken/aufsuchen. Dafür werden drei Spielelemente (Eulenturm; Sandspiel und Wasserspiel inkl. Göpel) errichtet. Der Eulenturm ist ausgestattet mit einer Spiralrutsche im Inneren, parallel dazu gibt es eine Edelstahl-Gitter-Kletterröhre zum Aufstieg, ein zweiter Aufstieg ist möglich über eine Kletterwand. Die Aufstiege führen zu den zwei Spielhütten. Das Sandspiel wird in Form eines Dorfes mit kleinen Häuschen bzw. Hausecken errichtet, die Objekte sind mittels einer Eimerfähre miteinander verbunden. Das Dorf ist barrierefrei, so dass es allen Nutzern zu Verfügung steht. Das Wasserspiel besteht aus einem Kreislauf in dem Wasser und Sand mittels Rinnen und Eimerfähren transportiert werden und wird in der Nähe des Badesees errichtet, hiermit wird der Strandaufenthalt interessanter und lädt zum Verweilen ein.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 198.611,00
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 148.958,25
3.4 Verwaltungsgebäude Straße des Friedens 14 - Herstellung Barrierefreiheit
Rückbau der defekten außenliegenden Personenaufzugsanlage und Ersatzneubau der Aufzugsanlage mit Herstellung eines massiven Fahrschachtes aus Stahlbeton mit Vorhangfassade und Dachanschluss zum Altbau.
Der Außenzugang zum Personenaufzug erfolgt über einen neuen Windfang mit Fensterfassade.
Die massiven Bauteile erhalten ebenfalls Fassadenplatten wie der Schachtkörper.
Mit dem Vorhaben erfolgt die Wiederherstellung des barrierefreien Zugangs zum Verwaltungsgebäude.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 556.360,40
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 417.270,30
3.5 Öffentlichkeitsarbeit, Programmbegleitung, Erstellung GIHK sowie Mobilitätskonzept Innenstadt und Fachkonzept Freiraum
Dieses Vorhaben beinhaltet die Öffentlichkeitsarbeit, Programmbegleitung, die Erstellung des GIHK sowie
Mobilitätskonzept Innenstadt und Fachkonzept Freiraum zur wirtschaftlichen und sozialen Belebung des EFRE-Gebietes.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 420.000,00
Fördersatz: 75 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 315.000,00
Ziel ist es, die im Projektgebiet festgestellten Entwicklungs- und Handlungsdefizite innerhalb der nächsten Jahre mit Unterstützung der EFRE-Fördermittel zu beseitigen bzw. zu verringern. Von den geplanten Vorhaben kann sowohl das Projektgebiet, als auch die Gesamtstadt profitieren.
Förderrichtlinie Energie und Klima - FRL EuK/2023
1.1 Investive Maßnahmen zur Verringerung von Treibhausgas (THG)-Emissionen (in CO2- Äquivalenten) um mindestens 20 Prozent verbunden mit einer Steigerung der Endenergieeffizienz um mindestens 10 Prozent
Erneuerung der Beleuchtungsanlage über der Trainings- und Wettkampffläche sowie Installation flexibler Steuerungsmöglichkeiten im Objekt „Eisarena" in Weißwasser.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: EUR 371.493,89
Fördersatz: 70 %
Höhe der maximalen Zuwendung: EUR 260.045,72

Abgrenzungsplan Städtebaufördergebiet SZP "Soziale Mitte"
Mit dem INSEK 2035 hat die Stadt den festen Willen dafür bekundet und eine breit aufgestellte Allianz für eine Neuausrichtung der Stadtentwicklung begründet.
Mit Blick in die Zukunft sollen in den kommenden Jahren verstärkt Vorhaben umgesetzt werden, durch die der Wohn- und Lebensstandort Weißwasser an Attraktivität gewinnt, in seiner Besonderheit gestärkt und für die Zukunft gefestigt wird. In Vorbereitung auf diese neue Phase der Stadtentwicklung wurden alle bisherigen Gebiete der Städtebauförderung zum Ende des Jahres 2023 geschlossen und abgerechnet. Parallel dazu wurden aus dem INSEK neue Handlungsbedarfe und Förderschwerpunkte abgeleitet. Dieses sollen die Südstadt und die Stadtmitte sein.
Während in der Südstadt die Anpassungsprozesse finalisiert werden sollen liegt der Fokus in der Stadtmitte darauf, diese als Mittel-, Dreh- und Angelpunkt der Stadt multifunktional zu stärken. Dafür wird ein Ansatz formuliert, der die vorhandenen klassischen Zentrumsfunktionen durch kulturelle, soziale und soziokulturelle Angebote, die ausdrücklich auch nichtkommerziellen Charakter haben sollen, ergänzt. Dafür bieten sowohl Gebäude als auch ein großes Potenzial innerstädtischer Frei- und Brachflächen sehr gute Entwicklungsmöglichkeiten.
Viele Innenstädte, die in der Vergangenheit vornehmlich auf Handel, Dienstleistung und Gastronomie ausgerichtet waren, sehen sich zunehmend unter dem Druck, sich in Anbetracht sinkender Kaufkraft und eines veränderten Konsumverhaltens neu zu profilieren. Weißwasser hingegen möchte die in der Innerstadt vorhanden Potenziale mit Blick auf neue Anforderungen an lebendige und lebenswerte Innenstädte neu bewerten, nachhaltig entwickeln und bewusst eine Innenstadt neuen Typs entwickeln, die als gemeinsames Wohnzimmer aller auch sozialintegrative Funktionen übernimmt und identitätsstiftend wirkt.
Eine Kombination von Mitteln aus der Strukturförderung sowie aus EFRE und ESF sollen gemeinsam mit Mitteln aus dem Programm Sozialer Zusammenhalt eine abgestimmte, ganzheitliche Entwicklung, schnelle Umsetzungserfolge und spürbare Entwicklungsimpulse für die Gesamtstadt ermöglichen.
Die Förderung für private Baumaßnahmen innerhalb des Fördergebietes beträgt derzeit maximal 25 % der zuwendungsfähigen Kosten für Teilrückbaumaßnahmen und Sanierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle (Dach und Fassade).

Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) Gebiet „Soziale Mitte“ SZP
Anlagen zum Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) Gebiet „Soziale Mitte“
Strukturwandelprojekt: Bahnhof - „Tor zur Stadt und Region“
Der im Stadtraum zentral gelegene Bahnhof von Weißwasser/O.L. soll zukünftig wieder ein attraktives „Tor zur Stadt und Region“ werden. Neben seiner Grundfunktion als Bahnstation soll er als „Bürgerbahnhof“ die Innenstadt spürbar beleben.
Von hier aus werden künftig die touristischen Höhepunkte der Stadt und Region, durch die Einordnung einer Stadt- und Tourismusinformation, beworben. Schwerpunkte sollen u.a. die drei UNESCO-Label der Region (UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen, UNESCO Welterbestätte Fürst-Pückler-Park Muskau und das UNESCO Biosphärenreservat Lausitzer Heide- und Teichlandschaft) bilden.
Mit der Stadtbibliothek als Hauptnutzer entsteht ein moderner kultureller Begegnungsort. Hier kann der lebendige Austausch sowie die Informationen zu den Vorhaben unserer Stadtzukunft erfolgen. Denn der anstehende Strukturwandel in Folge des Kohleausstiegs wird nur mit aktiver Bürgerbeteiligung gelingen. Der Bahnhof soll auch der Sitz von übergreifend Handelnden, wie das Quartiersmanagement und Stadtmarketing werden.
Seine multifunktionale Ausstattung für die Durchführung von Workshops, Seminaren, Vorträgen, Ausstellungen, Kleinkunstveranstaltungen stehen Akteuren, Initiativen, Vereinen etc. der Stadtgesellschaft zur Verfügung. Die Integrierung eines Bistros/ LeseCafés mit Außenbereich sorgt für Atmosphäre und Aufenthaltsqualität. Der Bahnhof wird zum Zentrum einer selbstbewusst agierenden Bürgerschaft, zur Visitenkarte der Stadt Weißwasser/O.L.
Zentrales Objekt mit Geschichte

Das unter Denkmalschutz stehende Objekt wurde 1866/1867 an der Bahnstrecke Berlin-Görlitz errichtet. Er begründete die industriegeschichtliche Entwicklung von Weißwasser/O.L. als Stadt des Glases, des Lichts und der Kohle. Anfang des 20. Jahrhunderts gilt sie mit 40 Glasschmelzöfen in 11 Fabriken als der größte glasproduzierende Standort der Welt.
Der nach der politischen Wende mehr und mehr verwaiste Bahnhof wurde 2017 durch die Stadt Weißwasser/O.L. im Rahmen einer Auktion erworben. Die Mittel der Strukturförderung erlauben nun die so dringend notwendige Sanierung und Wiederbelebung des Gebäudes mit erweiterter Nutzungskonzeption.
Planung und Realisierung

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten befinden sich auf der Zielgeraden. Letzte Arbeiten im Innen- und Außenbereich sollen bis August 2026 abgeschlossen werden, sodass der „Bürgerbahnhof“ der Nutzung übergeben werden kann.
Gesamtkosten: vsl. 8,2 Mio. EUR Summe
Realisierungszeitraum: Ende 2023 bis 2026
Status: Projekt in Realisierung
Projektträger: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Projektort: Weißwasser/O.L.
Abgrenzungsplan Städtebaufördergebiet WEP "Südstadt"
Die Stadt Weißwasser ist infolge der strukturellen Umbrüche der 1990er-Jahre von einem bis heute andauenden Schrumpfungsprozess betroffen. Der Verlust von Arbeitsplätzen und die grundlegende Neuorientierung vieler Menschen verursachten eine Abwanderungswelle, in deren Folge die Stadt Weißwasser innerhalb kurzer Zeit massiv an Einwohnern verlor. Begleiterscheinungen waren ein wachsender Wohnungsleerstand und ein ebenso schnell wachsender Überhang an Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Hinzu kamen massive Veränderungen in der Alters- und Sozialstruktur. Die damit einhergehenden Imageverluste wirkten sich nachhaltig auf die Stadtgesellschaft und das städtische Miteinander aus. Die Südstadt war als Einwohnerschwerpunkt und aufgrund der mietstrukturellen Prägung von den oben beschriebenen Entwicklungen in besonderem Maße betroffen. In den vergangenen Jahrzehnten konnten mit Unterstützung der Städtebauförderung, insbesondere mit den Stadtumbauprogrammen gegensteuernde Maßnahmen umgesetzt und den sozialen Problemlagen mit neuen Angeboten begegnet werden. Bis 2022 wurden in der Südstadt rund 3 000 Wohnungen vom Markt genommen und die Südstadt um mehrere Quartiere von außen nach innen zurückgebaut. Trotz dieser enormen Anstrengungen liegen die Leerstandquote noch immer bei fast 20 % und damit weit über dem städtischen Durchschnitt. Dem weiteren Anpassungsbedarf stehen Rückbaupotenziale gegenüber, die von Seiten der Wohnungsunternehmen für Teil- und Komplettrückbauten vorgesehen sind. Mit deren Umsetzung soll der Rückbauprozess in Süd vorerst abgeschlossen werden. Im Zuge dieser Rückbauvorhaben werden Anpassungsmaßnahmen an der städtischen Infrastruktur not wendig. Diese betreffen sowohl Erschließungsanlagen als auch Leitungsinfrastruktur. Parallel dazu löst der Ausstieg aus der Kohleverstromung einen erneuten tiefgreifenden Strukturwandel aus, der ohne entschlossene gegensteuernde Maßnahmen die bestehenden Defizite und die negativen Auswirkungen des demografischen und wirtschaftlichen Wandels verstärken wird. Ein Umstieg von Bergbau und Kohleverstromung auf neue zukunftsfeste Branchen kann nur gelingen, wenn die Menschen in der Region diese Perspektive mittragen und als Arbeitskräfte in der Region zur Verfügung stehen. Erneute Abwanderungswellen müssen im Interesse einer nachhaltigen wirtschaftlichen Neuausrichtung der Region unbedingt verhindert werden. Alle Anstrengungen richten sich deshalb darauf, den Menschen in Weißwasser und der Region positive Zukunftsperspektiven zu vermitteln. Dazu gehören alle Maßnahmen, die Weißwasser zu einem lebenswerten Wohnstandort, einem zukunftsfesten Wirtschafts- und chancenreichen Bildungsstandort machen. Das INSEK 2035 zeigt dafür notwendige Leitlinien und Handlungsansätze auf. Für die Umsetzung der im INSEK benannten Zielstellung kommt der Südstadt mit ihrem vielfältigen Wohnungsangebot und zahlreichen Einrichtungen für Freizeit, Bildung und Daseinsvorsorge auch in Zukunft eine zentrale Rolle zu. Mit der Schließung der bisherigen Fördergebietskulissen und der Neuausweisung nur eines Gebietes für die gesamte Südstadt, trägt die Stadt Weißwasser dem Anliegen Rechnung, ihre Kräfte zu bündeln und auf wesentliche Zielstellungen zu fokussieren. Unterstützt wird die Gesamtmaßnahme „Südstadt“ durch Strukturwandelprojekte. Die Revitalisierung der ehemaligen Glasfachschule als regionalen Bildungsstandort, der Aufbau einer internationalen Sport- und Bildungsakademie und der Ausbau der Station Junger Techniker und Naturforscher zu einem hochkarätigen außerschulischen Lernort, werden zu Impulsgebern der Stadtentwicklung. Ihre Verankerung in der Südstadt bringt Synergieeffekte für die Gebietsentwicklung mit sich. Dem hohen Handlungsbedarf im sozialen Bereich wird mit einer Vielzahl an zielgruppenspezifischen ESF Vorhaben entsprochen.

Städtebauliches Entwicklungskonzept (SEKO) Gebiet „Südstadt“ WEP mit Anlagen
Strukturwandelprojekt: Erweiterung und brandschutztechnische Ertüchtigung „KITA Sonnenschein“ in Weißwasser/O.L.
Die im Eigentum der Stadt Weißwasser/O.L. befindliche Immobilie wird als Kindertagesstätte vom DRK Kreisverband Weißwasser e.V. betrieben. Mit den Mitteln der Strukturförderung soll die Kapazitätserweiterung der Kindereinrichtung durch die Aufstockung eines eingeschossigen Gebäudeteils, u.a. zur Aufnahme eines multifunktionalen Turn- und Veranstaltungsraums erfolgen.
Planung und Realisierung
Mit Mitteln der zweiten Förderperiode des Strukturwandels sollen die vorbereitenden Planungs- und Genehmigungsleistungen stattfinden, die Realisierung „KITA Sonnenschein“ ist anschließend (nach 2026) vorgesehen.
Gesamtkosten: ca. 3,5 Mio. EUR
Realisierungszeit: vsl. 28 Monate
Status: Förderantrag eingereicht
Projektträger: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Projektort: Weißwasser/O.L.
Kommunale Wärmeplanung in Weißwasser/O.L. – Strategisch in die Zukunft
Die Wärmeversorgung spielt eine zentrale Rolle für eine zukunftsfähige, sichere und zunehmend klimaneutrale Energieversorgung. Mit der kommunalen Wärmeplanung hat die Stadt Weißwasser/O.L. untersucht, wie sich die Wärmeversorgung langfristig entwickeln kann, welche lokalen Potenziale zur Verfügung stehen und welche Versorgungsoptionen für die unterschiedlichen Bereiche des Stadtgebietes grundsätzlich geeignet sind.
Dabei wurden unter anderem bestehende Versorgungsstrukturen, der Wärmebedarf, erneuerbare Energien, Abwärmepotenziale sowie Möglichkeiten für Wärme- und Gebäudenetze und dezentrale Lösungen betrachtet.
Die kommunale Wärmeplanung ist zugleich eine gesetzlich vorgesehene Aufgabe nach dem Wärmeplanungsgesetz (WPG).
Foto: Tilia GmbH
Was ist kommunale Wärmeplanung?
Die kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument für die zukünftige Wärmeversorgung einer Kommune. Sie zeigt auf, wie sich die Wärmeversorgung langfristig in Richtung Klimaneutralität entwickeln kann und welche Lösungen in unterschiedlichen Teilen des Stadtgebietes grundsätzlich in Betracht kommen.
Der Wärmeplan betrachtet hierzu die bestehende Wärmeversorgung, vorhandene und zukünftige Wärmebedarfe sowie Potenziale für erneuerbare Energien, unvermeidbare Abwärme, Wärmenetze und dezentrale Versorgungslösungen.
Er dient damit insbesondere als strategische Orientierung für die Stadt, Energieversorger, Unternehmen, Gebäudeeigentümerinnen und Gebäudeeigentümer sowie weitere Akteure.
Wichtig: Der kommunale Wärmeplan selbst begründet keine unmittelbaren Pflichten für Grundstücks- oder Gebäudeeigentümer und schreibt keine bestimmte Heiztechnologie für einzelne Gebäude vor.
Wärmeplanung in Weißwasser/O.L.
Die kommunale Wärmeplanung für Weißwasser/O.L. wurde in mehreren aufeinander aufbauenden Schritten erarbeitet:
- Bestandsanalyse: Untersuchung des heutigen Wärmebedarfs, der eingesetzten Energieträger sowie der bestehenden Wärmeversorgungs- und Energieinfrastruktur.
- Potenzialanalyse: Untersuchung lokaler Potenziale, beispielsweise für erneuerbare Energien, Umweltwärme, Wärmepumpen und die Nutzung unvermeidbarer Abwärme.
- Zielszenario: Entwicklung eines möglichen Zukunftspfades für eine klimaneutrale Wärmeversorgung bis zum Jahr 2045.
- Wärmeversorgungsgebiete: Einordnung der verschiedenen Bereiche des Stadtgebietes hinsichtlich voraussichtlich geeigneter zukünftiger Versorgungsoptionen.
- Umsetzungsstrategie: Ableitung von Maßnahmen und Handlungsschritten, mit denen die Wärmewende in Weißwasser/O.L. weiter konkretisiert werden kann.
Zusammenarbeit und Beteiligung
Bei der Erarbeitung wurden bestehende Projekte und Planungen berücksichtigt. Von besonderer Bedeutung ist dabei die Transformation der Wärmeversorgung durch die Stadtwerke Weißwasser.
Darüber hinaus wurden weitere lokale Potenziale und mögliche zukünftige Versorgungslösungen untersucht, um unterschiedliche technische Optionen miteinander vergleichen und Synergien nutzen zu können.
Die Ergebnisse der Wärmeplanung wurden im Verlauf des Prozesses vorgestellt und mit relevanten Akteuren sowie den politischen Gremien der Stadt diskutiert.
Aktueller Stand
Die kommunale Wärmeplanung für Weißwasser/O.L. ist abgeschlossen.
Der Stadtrat der Stadt Weißwasser/O.L. hat den kommunalen Wärmeplan im August 2026 beschlossen. Damit liegt erstmals eine gesamtstädtische strategische Grundlage für die weitere Entwicklung der Wärmeversorgung vor.
Der Wärmeplan zeigt auf, welche Wärmeversorgungsoptionen in den verschiedenen Bereichen der Stadt perspektivisch geeignet sein können und welche Maßnahmen für die weitere Entwicklung der Wärmeversorgung verfolgt werden sollen.
Wie geht es weiter?
Mit dem Beschluss des Wärmeplans beginnt die nächste Phase: die schrittweise Konkretisierung und Umsetzung der identifizierten Maßnahmen.
Dabei geht es insbesondere darum,
- die im Wärmeplan aufgezeigten Versorgungsoptionen weiter zu konkretisieren,
- technische und wirtschaftliche Machbarkeiten vertieft zu untersuchen,
- die weitere Entwicklung der Wärmeversorgung eng mit den Stadtwerken Weißwasser & relevanten Akteuren abzustimmen,
- geeignete Projekte und Maßnahmen vorzubereiten und
- die Entwicklung der Wärmeversorgung kontinuierlich zu beobachten.
Nicht jede im Wärmeplan dargestellte Möglichkeit wird automatisch umgesetzt. Viele Maßnahmen benötigen weitere technische Untersuchungen, Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, Investitionsentscheidungen und gegebenenfalls gesonderte Planungs- und Genehmigungsverfahren.
Der kommunale Wärmeplan ist deshalb kein statisches Dokument. Die Umsetzung wird regelmäßig überprüft und der Wärmeplan spätestens alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben.
Damit bildet die kommunale Wärmeplanung den strategischen Ausgangspunkt für die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer langfristig sicheren, wirtschaftlichen und klimaneutralen Wärmeversorgung in Weißwasser/O.L.
Bericht und Kontakt
Abschlussbericht zur Kommunale Wärmeplanung: Wärmeplanung Bericht Weißwasser/O.L.
Bei Fragen kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail unter: waermeplanung@weisswasser.de
Nachhaltigkeitsmanagement in Weißwasser/O.L.
KoMoNa – Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen
Das Nachhaltigkeitsmanagement der Großen Kreisstadt Weißwasser/O.L. wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ gefördert.
Vorhaben: Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie in der Stadt Weißwasser/O.L.
Förderkennzeichen: 67KMN103
Laufzeit: 01.03.2025 - 29.02.2028
Förderprogramm: Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen
Förderschwerpunkt: Ökologische Aufwertung des innerstädtischen Biotops "Käseteich" und Parkareal
Zuwendungsempfängerin: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Ziel und Inhalt des Vorhabens
Ziel des Vorhabens ist es, die nachhaltige Entwicklung der Stadt Weißwasser/O.L. im Strukturwandel weiter voranzutreiben und die Umsetzung der kommunalen Nachhaltigkeitsstrategie dauerhaft in den Verwaltungs- und Entwicklungsprozessen der Stadt zu verankern.
Im Rahmen des KoMoNa-Vorhabens werden verschiedene Bausteine umgesetzt. Dazu gehören insbesondere das kommunale Nachhaltigkeitsmanagement, die Erarbeitung fachlicher Konzepte, ein Kommunaler Entwicklungsbeirat sowie die ökologische und nachhaltige Weiterentwicklung des Bereiches Käseteich und des angrenzenden Parkareals.
In einer sich wandelnden Zeit braucht jede Kommune mehr als gute Vorsätze: Nachhaltigkeitsmanagement ist eines der Werkzeuge dafür, Weißwasser fit für die kommende Herausforderungen zu machen. Es sorgt dafür, dass unsere Stadt nicht nur ökologisch handelt, sondern dies mit Blick auf die Menschen, das Klima und die Wirtschaft gestaltet. Damit wir alle hier gern leben, arbeiten und wachsen. Ein Weg zu mehr Natur, Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit!
Warum Nachhaltigkeitsmanagement?
Weißwasser spürt den Strukturwandel ganz direkt: Die Tage des großen Industriesektors gehen zu Ende, die demografische Entwicklung fordert uns heraus. In dieser Situation ist Nachhaltigkeitsmanagement kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit:
Gesundes Umfeld - Ein grüneres Stadtbild, saubere Luft, sanfte Mobilität sowie naturnahe Parks und Teiche schaffen nicht nur ein ansprechendes und lebenswertes Umfeld, sondern wirken sich auch unmittelbar positiv auf Gesundheit, Lebensqualität und das allgemeine Wohlbefinden der Menschen in Weißwasser aus
Klimaanpassung - Starkregenereignisse, geschwächte Vegetation und öffentlich wie private Hitzeinseln sind nur ein Teil der heute bereits spürbaren Herausforderungen. Durch verantwortungsbewusstes Handeln kann Weißwasser nicht nur kurzfristig reagieren, sondern vorausschauend planen, die natürlichen Lebensräume stärken, Risiken für Bürger und Infrastruktur reduzieren und die Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen von Klimaveränderungen machen.
Energie- und Stadtentwicklung - Saubere, lokale Energiequellen sorgen für Klimaschutz und stärken die Wirtschaft; eine stabile und krisensichere Energieversorgung mit Wärme und Elektrizität gibt Sicherheit und Planbarkeit; nachhaltige Stadtplanung schafft grüne, lebenswerte Räume, gesunde Luft und attraktive Quartiere für Menschen und Unternehmen.
Attraktivität für Menschen und Betriebe - Wer heute einen Job, ein Zuhause oder eine neue Heimat sucht, schaut nicht nur auf Löhne und Infrastruktur, sondern auch auf Lebensqualität und Umweltbewusstsein. Weißwasser soll ein Magnet sein – für junge Fachkräfte, Familien und Menschen, die gerne Teil einer Stadt sein wollen, die sich kümmert.
Fördermittel und Nachhaltigkeit - Nachhaltigkeitsmanagement öffnet Türen zu zahlreichen Förderprogrammen und sorgt dafür, dass wir moderne Projekte wirksam umsetzen können. Nachhaltigkeitsaspekte spielen bei zahlreichen Förderprogrammen eine zunehmend wichtige Rolle. Ein strategisches Nachhaltigkeitsmanagement unterstützt die Stadt dabei, geeignete Fördermöglichkeiten zu identifizieren und Projekte zielgerichtet vorzubereiten. Mit gezielter Planung und Koordination lassen sich Fördermittel optimal nutzen und echte Veränderungen für Weißwasser bewegen.
Was bedeutet das konkret?
Damit sich etwas verändert, braucht es Struktur. Wichtige Bausteine sind unter anderem:
Koordination und Steuerung - Alle Maßnahmen, die bereits vorhanden oder in Planung sind – z. B. aus der Nachhaltigkeitsstrategie, dem Energie- und Klimaschutzkonzept oder dem Integrierten Stadtentwicklungskonzept (INSEK) – werden gebündelt. Das heißt: wer macht wann was, wie hängen die Aufgaben zusammen, und wie lässt sich Schritt für Schritt vorgehen.
Fachkonzepte schaffen Klarheit - Damit nicht alle Maßnahmen einfach „irgendwie“ gemacht werden, entwickeln wir präzise Konzepte für spezielle Themen: Grünflächenpflege mit Blick auf Artenvielfalt, Wassermanagement, Zukünftige Wärmeversorgung und Energieerzeugung, Renaturierung von Gewässern oder Schutz vor Waldbränden. Konzepte geben Orientierung, können Kosten und Aufwand abschätzbar machen und helfen, Verantwortlichkeiten festzulegen.
Monitoring & Berichterstattung - Nicht nur anfangen, sondern nachhalten: Wie wirkt sich alles aus? Wie verändert sich das Stadtklima, wie stark steigt die Artenvielfalt, wie entwickeln sich Energieverbrauch und CO₂-Emissionen? Durch systematische Datenerfassung und regelmäßige Berichte bleibt Transparenz gewahrt und können wir steuern, wo nachjustiert werden muss.
Projekt- und Fördermittelmanagement - Viele gute Ideen brauchen Geld, Fachwissen und Planung. Das Nachhaltigkeitsmanagement hilft, Förderprogramme zu finden, Projektanträge zu schreiben, Projekte umzusetzen und zu sichern, dass alles, was begonnen wird, auch gelingen kann.
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Bild: Eigene Darstellung
Weißwasser – Unsere schon begonnenen Schritte
In Weißwasser wurden bereits starke Grundlagen gelegt. Wir haben eine Nachhaltigkeitsstrategie, die mit und aus der Stadtgesellschaft gewachsen ist und klare Ziele enthält: etwa ökologische Aufwertung von Grünflächen, Maßnahmen zur Steigerung der Biodiversität, ein Energie- und Klimaschutzkonzept, das den Verbrauch senken und erneuerbare Energien fördern will. Das InSEK 2035 zeigt auf, wie sich Stadtentwicklung, Wohnraum, Infrastruktur und Umwelt besser verbinden lassen. Nur ein Beispiel, das bereits greifbar wird: die Aufwertung des Käseteichs und angrenzenden Parks. Hier wird eine naturnahe Gestaltung angestrebt, welche die Ansprüche von Menschen und Umwelt berücksichtigt. Ein Gewinn für das Stadtklima in herausfordernden Zeiten. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Resilienz unsere Stadt sind geplant.
Was bringt das für Dich und uns alle?
Nachhaltige Entwicklung soll im Alltag konkret spürbar werden: durch attraktive und naturnahe Grün- und Freiräume, gesunde Gewässer, mehr Schatten und Vegetation in der Stadt sowie einen verantwortungsvollen Umgang mit Energie und natürlichen Ressourcen. Gleichzeitig geht es darum, Weißwasser/O.L. widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen und gute Bedingungen für Wohnen, Arbeiten und wirtschaftliche Entwicklung zu schaffen.
Nachhaltigkeitsmanagement verbindet dabei ökologische, soziale und wirtschaftliche Belange und hilft, die Entwicklung unserer Stadt langfristig und vorausschauend zu gestalten. Weißwasser/O.L. ~ auf Obersorbisch Běła Wóda ~ soll auch künftig ein lebenswerter Ort sein, an dem Menschen gerne leben, arbeiten und ihre Zukunft gestalten. Diesen Weg wollen wir Schritt für Schritt weitergehen. Natürlich gemeinsam, verantwortungsbewusst und mit Blick auf die kommenden Generationen.
Bei Fragen zum Nachhaltigkeitsmanagement kontaktieren Sie uns gerne unter: nachhaltigkeit@weisswasser.de
Lesen Sie auch gerne gerne die unter Bürgerbeteiligung erarbeiteten Empfehlungen und daraus hervorgegangene Teilsstrategie für Nachhaltigkeit / Nachhaltigkeitsstrategie -> Nachhaltigkeitsstrategie Weißwasser/O.L.
Gefördert durch:
Das Vorhaben wird im Rahmen des Förderprogramms „Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa)“ gefördert.
www.bundesumweltministerium.de/komona


2021 billigte der Stadtrat den Ankauf der Liegenschaften der ehemaligen Gelsdorfhütte aus der Insolvenzmasse der „Lausitzer Glaswerke GmbH i.L.“ durch die Stadt Weißwasser/O.L. Damit bestand nach Jahrzehnten Stillstand die rechtliche Grundlage, mit Mitteln der Strukturförderung das Gelände altlasten- und baulastenfrei herzurichten.
Ziel ist die Revitalisierung dieser innerstädtischen Industriebrache (erste Glashütte Weißwassers) als „eingeschränktes Gewerbegebiet“, welches durch besondere Lagegunst in Bahnhofsnähe hervorsticht und Standort für innovative Gewerbebetriebe sowie die Außenstelle der Bundesbehörde (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAfA) werden soll. In direkter räumlicher Nähe zum Berufsschulzentrum sowie zur Volkshochschule liegen hier Potenziale für Bildung und Forschung in bester Lage. Eine neue Busverbindung soll das Quartier ebenfalls besser anbinden.
Die denkmalgeschützten Gebäudeteile der Gelsdorfhütte sollen als identitätsstiftende „Landmarke“ für die Zukunft gesichert und öffentlich zugänglich gemacht werden. Der Ort – Wiege der Glasindustrie in Weißwasser – wird gleichzeitig Auftakt zum neuen Stadtquartier und Bindeglied zwischen Tradition und Zukunft.
Erschließung und Entwicklung der „Landmarke“ als nächste Meilensteine
Nach erfolgter Altlastensanierung und Baufeldfreimachung wird im Rahmen des Strukturwandelprojektes ab Herbst 2026 das Areal der ehem. Gelsdorfhütte baureif erschlossen, sodass anschließend die Grundstücke in die Vermarktung gehen und somit neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Parallel erstellt die Stadt Weißwasser/O.L. den Bebauungsplan für das Gebiet (GEe). Ab 2027 wird die „Landmarke Gelsdorfhütte“ als öffentlicher Begegnungsort und Zeugnis der Industriegeschichte wieder ins Leben gerufen.

Gesamtkosten: ca. 12,5 Mio. EUR
Realisierung: vsl. bis Ende 2027
Status: Projekt in Realisierung
Projektträger: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Projektort: Weißwasser/O.L.
Strukturwandelprojekt: Nachnutzung der ehemaligen Ingenieurschule für Glastechnik Weißwasser/O.L.
Die Stadt Weißwasser/O.L. als kernbetroffene Stadt und Region des Braunkohleausstiegs hat sich 2015 mit ihrer Vision „Weißwasser/O.L. 2035“ zum Ziel gesetzt, den wirtschaftlichen Strukturwandel vor allem auch in Kooperation zwischen Bildung und Wirtschaft („Lausitzer Bildungswege“) zu stärken. Als Objekt mit dem höchsten Potenzial, dieses Ziel umzusetzen, wurde die ehemalige Glasfachschule mit ihrer langen Tradition und ehemals überregionalen Bedeutung als Studien- und Ausbildungsstandort für dieses Ziel identifiziert.
Das Projektziel ist die Ansiedlung einer Bildungseinrichtung für die Stärkung der bestehenden und der neuen Arbeitswelt, welche sich im Zusammenhang mit dem Strukturwandel in der Lausitz etablieren soll. Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte können ergänzt werden durch wirtschaftsnahe Forschung und Entwicklung in Kooperation mit regional verankerten Hochschulen und Universitäten.
Das entspricht den im Leitbild für das Lausitzer Revier verankerten Handlungs- und Projektfeldern „Innovation, Forschung und Entwicklung“, „Bildung und Fachkräfte“ sowie der Ansiedlung von Einrichtungen und Instituten für Forschung und Entwicklung. Die genauen Abstimmungen mit den in Frage kommenden Partnern erfolgen derzeit.
Die 1953/1954 errichtete Glasfachschule steht unter Denkmalschutz, 2005 erfolgte die Schließung des Standortes. 2013 erwarb die Stadt Weißwasser den stadtbildprägenden Campus mit dem Ziel einer Neubelebung.
Mit den Mitteln der Strukturförderung soll die Sanierung und Nachnutzung der ehemaligen Glasfachschule erfolgen. Verschiedene Gespräche mit möglichen Bildungsträgern wurden die letzten Jahre geführt; bisher jedoch ohne konkreten Nutzer und verbindliches Nutzungskonzept. In der Stadtentwicklung und in Zukunftsüberlegungen bleibt die Glasfachschule eines der zentralen Objekte, wenngleich die Größe und Investitionskosten Herausforderungen darstellen.
Planung und Realisierung
Erste Entwurfsplanungsleistungen für Gebäude- und Freianlagenplanung, für Tragwerksplanung und Planung der technischen Anlagen liegen im Entwurf vor bzw. befinden sich in Prüfung. Angestrebt ist, das Vorhaben mit einer konkreten Nutzung in der zweiten Förderperiode als zentrales Projekt fortzuführen.
gewünschte Realisierung: ab 2027
Status: Förderantrag eingereicht, Qualifizierung ausstehend
Projektträger: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Projektort: Weißwasser/O.L.

Die EVTZ mbH „Deutsch – Polnischer Geopark Muskauer Faltenbogen“ ist Träger der grenzüberschreitenden UNESCO-Stätte UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen / Łuk Mużakowa. In seinen Gründungsdokumenten haben sich die 14 polnischen und deutschen Mitglieder mit zahlreichen weiteren Akteuren verpflichtet, als Modellregion für eine gemeinsame nachhaltige Entwicklung zu arbeiten. Den Rahmen für die Aktivitäten setzt die geologisch einmalige Natur- und Kulturlandschaft des Muskauer Faltenbogens im deutsch-polnischen Grenzraum
Die Braunsteichbrücke gehört zur gemeinsame n Wegeinfrastruktur auf dem Gebiet des deutsch-polnischen Geoparks Muskauer Faltenbogen. Die Brücke ist elementar für das Wegenetz im Geopark und sollen durch konzertierte Revitalisierungsmaßnahmen erhalten und aufgewertet werden, um das Wegenetz für die nachhaltige touristische Nutzung des Geoparks zu sichern und damit einer effizienteren ökologischen Ausrichtung der Verkehrsinfrastruktur dienen.
Die Braunsteichbrücke, eingebettet in der Kultur- und Naturlandschaft des Geoparks, ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und die einheimische Bevölkerung. Die Sanierung und Ertüchtigung der Brücke soll öffentlichkeitswirksam mit Pressemitteilungen und Beiträgen bei sozialen Netzwerken begleitet werden. Die sanierte Brücke, eingebettet in ein gut verbundenes Wegenetz, steigern die Lebensqualität der Menschen und schafft stärkere Identifikation mit der eigenen Heimat.
Umfang der zuwendungsfähigen Ausgaben: ca. 800.000 EUR
Fördersatz: 80%
Realisierung: bis Ende 2026
Leadpartner: EVTZ mbH Geopark Muskauer Faltenbogen
Projektpartner: Große Kreisstadt Weißwasser/O.L.
Downloads Europäischer Sozialfonds
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