Mit musikalischer Begleitung und großem Interesse ist am Freitag, dem 20. März 2026, im Glasmuseum Weißwasser die Sonderausstellung „Feine weiße Ware - Die Porzellina Weißwasser und ihre Geschichte“ eröffnet worden. Rund 60 Gäste füllten das Foyer bis hinauf zur Treppe und erlebten einen stimmungsvollen Auftakt, getragen vom Holzbläser-Duo der Lausitzer Philharmonie mit Geza Bartha (Klarinette) und Andreas Wilke (Fagott).
Museumsleiterin Christine Lehmann zeichnete in ihrer Einführung die Entwicklung der Porzellanfabrik nach, die untrennbar mit dem Unternehmer Joseph Schweig verbunden ist. Dieser erkannte früh das Potenzial der regionalen Rohstoffe - Kaolin, Quarzsand und Braunkohle - und legte damit den Grundstein für die Porzellanproduktion. Mit seinem Neffen August Schweig, der 1895 die Leitung des Werks August Schweig & Co. übernahm, begann der industrielle Aufstieg.
Zunächst auf Luxusgeschirr für den amerikanischen Markt spezialisiert, erweiterte die Fabrik ihr Sortiment bald auch um Geschirr für den alltäglichen Gebrauch. Weiteren wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Zusammenarbeit mit Siemens & Halske, die ab 1912 die Herstellung elektrotechnischer Porzellanerzeugnisse einführten.
Weiteren wirtschaftlichen Aufschwung brachte die Zusammenarbeit mit Siemens & Halske, die ab 1912 die Herstellung elektrotechnischer Porzellanerzeugnisse einführten. Mit dem Abriss der Gebäude 2006/2007 verschwand die Fabrik endgültig aus dem Stadtbild - geblieben ist eine Freifläche an der Berliner Straße.
Die Ausstellung „Feine weiße Ware“ im Glasmuseum Weißwasser lädt noch bis zum 4. Oktober 2026 dazu ein, in die spannende Geschichte der Porzellanfabrik einzutauchen und ein fast vergessenes Kapitel regionaler Industrie zu entdecken.
Geöffnet ist dienstags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie am Wochenende und an Feiertagen von 13 bis 17 Uhr.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.glasmuseum-weisswasser.de



