18. August: Eine Delegation aus Tunesien zu Gast im Rathaus

19.08.2015 DruckversionPDF

Im Rahmen eines Deutsch-Tunesischen Fachkräfteaustausches waren die Teilnehmer auch zu Gast im Weißwasseraner Rathaus, wo Oberbürgermeister Torsten Pötzsch unser Stadt und Region in Form einer Präsentation mit ihren Chancen und Herausforderungen vorgestellt hat.
Im Anschluss wurden gegenseitig Fragen gestellt und sich speziell über die Arbeitsgebiete und die Strukturen ausgetauscht.
Das ganze fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt. Es wird sicher nicht der letzte Besuch in Weißwasser gewesen sein.

 
Foto: André Schulze


Foto: André Schulze


Foto: André Schulze



Foto: André Schulze


Foto: André Schulze
 

SÄCHSISCHE ZEITUNG 19.08.2015

Tunesier zum Erfahrungsaustausch in Weißwasser
Die Station junger Naturforscher und Techniker begrüßt in dieser Woche Mitglieder einer Jugendbewegung für Wissenschaft aus Tunesien.


Von Alexander Buchmann


Neben dem fachlichen Austausch steht für die tunesischen Gäste auch Kultur auf dem Programm. Gemeinsam mit Randolf Rotta (links) fahren sie mit der Waldeisenbahn zum Muskauer Park.
Foto: André Schulze © andré schulze

Seit Montag ist eine vierköpfige Delegation der Association Jeunes Science de Tunisie (AJST), einer Jugend- und Wissenschaftsorganisation aus Tunesien, für einen Fachkräfteaustausch in Weißwasser zu Gast. Neben dem fachlichen Austausch mit den Mitgliedern der Station junger Naturforscher und Techniker stehen dabei unter anderem auch ein Besuch bei Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch sowie eine Fahrt nach Bad Muskau in den Fürst-Pückler-Park auf dem Programm.

Noch bis zum Sonntag dauert der Fachkräfteaustausch zwischen dem Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke und der tunesischen Partnerorganisation. Die erste Hälfte findet dabei unter Federführung der Station in Weißwasser statt. Der Kontakt zwischen den Weißwasseranern und den Tunesiern ist aber bereits vor zwei Jahren bei einer internationalen Jugendmesse in Abu Dhabi entstanden. Nun sollen Erfahrungen in der außerschulischen Bildungsarbeit ausgetauscht werden. Man sei interessiert am kulturellen Austausch und dem Austausch von Erfahrungen sowohl auf dem Gebiet der Wissenschaft als auch in Bereich Pädagogik, sagt Hiba Bejaoui von der AJST. Randolf Rotta, der Vereinsvorsitzende der Station, war selbst bereits zweimal bei Wissenschaftscamps in Tunesien und lobt deren Organisation. Darin fehle hierzulande die Erfahrung, so Rotta. Auch bei den pädagogischen Methoden gebe es Unterschiede und er habe großes Interesse daran, Aspekte zu erlernen und Ansätze aus dem Austausch mitzunehmen, sagt der Vereinsvorsitzende. In Tunesien gebe mehr Freiwillige, jedoch weniger Material, erklärt Bejaoui die Situation in dem nordafrikanischen Land. So sei es dort zwar einfacher als in Deutschland, finanzielle Unterstützung zu bekommen, der Zugang zu Materialien und Werkzeugen sei jedoch schwerer, was unter anderem an den Zöllen liege, ergänzt Rotta.

Über die Zusammenarbeit der Weißwasseraner mit den Tunesiern und der dortigen Jugendhilfelandschaft hat sich auch Torsten Pötzsch informiert. So erklärt Bejaoui dem Oberbürgermeister, dass es in Tunesien über das ganze Land verteilt insgesamt vierzehn Wissenschaftsclubs gebe und viele Kinder und Jugendliche jedes Wochenende dorthin kommen. Die Wissenschaftscamps, die jeden Sommer veranstaltet werden, zählen weit über 100 Teilnehmer. Für mittellose Kinder sowie die Besten in der Schule sind diese sogar kostenfrei. Pötzsch und Bernd Frommelt, der Leiter der Station, fühlen sich dabei an die Spezialistenlager in der DDR-Zeit erinnert. In diesen sind Kinder und Jugendliche in den Ferien entsprechend ihrer Interessen gefördert worden. Der Fachkräfteaustausch soll auch der Vorbereitung einer Jugendbegegnung dienen, erklärt Rotta.
Bis es soweit ist, werde es aber noch mindestens zwei Jahre dauern. Pötzsch seinerseits stellt den Gästen die Stadt und die Region mit einer Präsentation vor. Darin haben die Tunesier einen kurzen Einblick in die Geschichte, die Entwicklung der Stadt in den letzten Jahren und die hiesigen Vereine erhalten.

Der Besuch der Tunesier in Deutschland beschränkt sich aber nicht nur auf Weißwasser. So sind die Vertreter der Station mit ihren Gästen im Anschluss an das rund einstündige Gespräch im Rathaus mit der Waldeisenbahn nach Bad Muskau gefahren. Am Donnerstag reisen die Teilnehmer des Fachkräfteaustauschs dann auch nach Dresden, wo unter anderem die Technischen Sammlungen besucht werden.


Pressemitteilung

Deutsch-Tunesischer Fachkräfteaustausch
für Kinder- und Jugendbildung in Naturwissenschaften und Technik

Dresden, Weißwasser 14. August 2015. In der Woche vom 17. bis 23. August empfängt der Landesverband Sächsischer Jugendbildungswerke Fachkräfte einer tunesischen Partnerorganisation. Kerninhalt des Besuchs wird der Erfahrungsaustausch zu Wegen und Ansätzen einer naturwissenschaftlich-technisch orientierten außerschulischen Bildung für Kinder und Jugendliche sein.

Unter Federführung der Station junger Naturforscher und Techniker wird die erste Hälfte des Deutsch-Tunesischen Fachkräfteaustausches in Weißwasser stattfinden. Neben dem fachlichen Austausch, u.a. auch mit dem Flexiblen Jugendmanagement des Jugendringes Oberlausitz werden die Gäste vom Weißwasseraner Oberbürgermeister Torsten Pötzsch Informationen über die Stadt bekommen. Zu diesem Termin am 18. August um 15.00 Uhr im Rathaus ist auch die Presse herzlich eingeladen. Ab 20. August sind die Fachkräfte in Dresden zu Gast.

Neben Austauschrunden zu strukturellen Fragen in der Jugendhilfelandschaft sowie den hiesigen Angeboten außerschulischer Lernorte warten auch einige themenbezogene Exkursionen auf die Teilnehmer der Fachkräftebegegnung. In Dresden werden unter anderem das FabLab DD sowie die Technischen Sammlungen besucht.   

Obwohl Deutsch-Tunesische Austauschprojekte derzeit nicht unter den besten Vorzeichen stehen, sind alle Beteiligten in freudiger Erwartung. Denn ungeachtet des dramatischen Anschlags auf Urlauber im tunesischen Sousse sowie der anhaltenden Diskurse über Pegida und die Unterbringung nordafrikanischer Asylbewerber vor Ort eint doch alle Beteiligten dieselbe Passion und Absicht: nämlich die Aufwertung naturwissenschaftlich und technischer Inhalte in Bildung und Freizeit.

 

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