Stadtfest Weißwasser - ein heißes Wochenende

06.07.2015 DruckversionPDF

Kein Regen ist gut für ein Stadtfest. Sonne ist gut für ein Stadtfest. Doch am Wochenende gab es von letztgenannter einfach zu viel. Da blieben dann trotz des bunten Programms viele, vor allem ältere Menschen, zu Hause.
Unsere Stadtwerke Weißwasser reagierten auf die Hitze und bauten eine Sprengleranlage zur Abkühlung auf.
Stadtfest 2015

Am Nachmittag standen die Kinder im Mittelpunkt.

Stadtfest 2015
Auftritt unserer kleinen Tanzgruppen

Stadtfest 2015
Der Schleifer Airbrusher Frank Stein zeigte sein Können und in kleines Tatoo (natürlich abwaschbar) nahmen viele Kinder mit nach Hause

Stadtfest 2015
Und eine Kinderstadtwette gab es auch

Stadtfest 2015
Der Wasserturm musste in einer bestimmten Zeit nachgebaut werden


Zum Abend füllten sich dann die beiden Bühnenbereiche.

Vielen Dank an die Organisatoren und allen Mitwirkenden und Unterstützern des diesjährigen Stadtfestes.

Fotos: Igor Dimitrijoski
Text: Torsten Pötzsch

 

LAUSITZER RUNDSCHAU 06.07.2015

Schunkeln im Schatten mit Schlager
Stadtfest-Besucher trotzen tropischer Hitze in Weißwasser / Neues Konzept im Blick

Weißwasser Bereits zum 14. Mal ging in Weißwasser das Stadtfest über die Bühne. Freuen sich Veranstalter von Festen jederzeit über gutes Wetter, war die tropische Hitze in diesem Jahr kaum zu ertragen.

Stadtfest 2015
Tuchfühlung mit ihrem Publikum nahm Schlagersängerin Regina Thoss auf. Foto: Martina Arlt/mat1

Vorzugsweise in den Abendstunden machten sich die Besucher daher erst auf den Weg zur Partymeile, um die Live-Musik auf zwei Bühnen nicht zu verpassen. Insgesamt standen sechs Live-Bands auf dem Programm. "Ich verstehe die Besucher. So eine Hitze ist wirklich gefährlich, viele Menschen haben Kreislaufprobleme. Aber ich bin sicher, wenn die Temperaturen gegen 22 Uhr erträglicher werden, sind die Besucher da", sagte dazu Timo Schutza vom Stadtverein Weißwasser, der dieses zweitägige Event organisiert hatte.

Am Samstagnachmittag waren für die wenigen Gäste die schattigen Plätze heiß begehrt. Sie sahen dem Treiben der Maskottchen zu, die ihre Stadtwette einlösen wollten. Zum Geburtstag von Weisswass hatten Bärta, Wuschel, das Kamel und der Hydrant einen Wasserturm aufzubauen. Aus mehr als 600 Styropor-Teilen wurde das Bauwerk wie ein Puzzle zusammengestellt.

Airbrush-Designer Frank Stein aus Schleife verlieh dem Wasserturm auch gleich etwas in Farbe. Da die Zeit am Samstag nicht reichte, wurde er damit allerdings nicht ganz fertig, versprach aber: " Der Turm findet seinen Platz bei den Stadtwerken und wird bald fertiggestellt."

Unter den Sonnenschirmen warteten derweil schon die Fans von Schlagersängerin Regina Thoss. Die 68-jährige Berlinerin, vielen aus DDR-Zeiten bekannt, ging gut gelaunt auf die "kleine Menschenmenge" zu und lud auch gern zum Schunkeln ein. Angelika Mader (66) hatte die Lieder von Regina Thoss noch gut im Ohr: "Ich habe eine Autogrammkarte von ihr von 1966 dabei. Darauf lasse ich mir heute noch ein Autogramm geben.

Auch die Tänzergruppen vom TSC Kristall Weißwasser waren auf ihre Auftritte vorbereitet und zeigten, was sie durch viel Training drauf haben.

Klein aber fein zeigte sich die etwas kleinere Bühne auf Prenzels Hof. Besonders die Freunde der Countrymusik machten es sich auf diesem idyllischen Plätzchen gemütlich. Unter dem Motto: "Stiefel, Hut und Countrymusik" lauschten die Besucher den Darbietungen der Linedancer Crystal Eagles, ebenfalls vom TSC Kristall Weißwasser und der Band Zenker & Co aus Görlitz.

Elisabeth Heika (70): "Bei uns auf dem Hof gibt es schon immer die Jugendbühne." Sie freue sich, wenn die Besucher kommen und hier Spaß haben. Für den sorgten drei Live-Bands unter dem Motto "Drei Für Frei".

Derweil gastierte auf dem Areal der Schnitter-Brauerei Schausteller Henry Probst mit Fahrgeschäften wie Twister, Freefalltower, Autoscooter und Geisterbahn. Eine gute Zerstreuung für viele, die dann am Samstagabend das musikalische Highlight des Festes nicht verpassen wollten: die Band "Mr. Feelgood".

Timo Schutza hat indes schon jetzt neue Gedanken für das Stadtfest im nächsten Jahr: "Unser Ziel ist es, kleine Höfe hier im Stadtgebiet zu bespielen. Es gibt einige gemütliche Plätzchen." Themenhöfe könne er sich vorstellen, um den Besuchern noch mehr Vielfalt zu bieten.

Nächste Highlights in Weißwasser: die "Comedian Harmonists"-Show am 25. Juli, die Schlagernacht am 1. August im Jahnbad und am 3. Oktober das Kneipenfest.

Stadtfest 2015
Die Linedancer Crystal Eagles vom TSC Weißwasser. Foto: mat1

Martina Arlt

 

SÄCHSISCHE ZEITUNG 06.07.2015

Heißes Stadtfest in Weißwasser
Für Abkühlung und Schatten sorgen die Organisatoren. Aber nicht allen Besuchern reicht das.

Von Stephanie Voigt

Weißwasser feierte am Wochenende sein Stadtfest. Begehrt von den Besuchern waren vor allem die schattigen Plätze und die an den Getränkeständen. Sieben Getränkewagen löschten die durstigen Kehlen der Stadtfestgäste. Erst am Abend wurde es erträglicher mit den Temperaturen und mehr Leute kamen in das Stadtzentrum.

Auch den Musikern schien die Hitze mit über 30 Grad Celsius arg zu schaffen zu machen. Mit einer Verzögerung von einer Stunde begannen Sonnabendabend die Gruppen „Showtown Danceband“ auf der Hauptbühne und „Paisley“ auf der Jugendbühne ihre Programme. Die Besucher nahmen es dennoch gelassen, denn ihre Stimmung war trotz der Hitze gut. Sitzplätze waren genug vorhanden und für Schatten sorgten die wenigen Bäume und aufgestellten Sonnenschirme. Wem das nicht ausreichte, konnte sich an und in das Turmcafé oder Kaffeehaus Junge setzen. Auch hierließ sich der Abend in geselliger Runde gut verbringen. Abkühlung verschafften darüber hinaus die Brunnen am Kreisverkehr und am Betriebssitz der Stadtwerke.

Für das Angebot an warmen Speisen wurde es erst spät angenehm genug. Hier sorgten die Weißwasseraner Gastwirte für eine breite Auswahl von Bratwürsten bis selbst gemachtem Zaziki.

Bei aller Geselligkeit und den vielen Angeboten war nicht zu übersehen, dass Rollstuhlfahrer und Menschen mit einer Gehbehinderung ihre Probleme hatten. Sie konnten die Toilettenwagen nicht nutzen, weil sie nur über eine Treppe zu erreichen waren, und mussten sich andere Toiletten suchen. Auch die Bühne war für diese Menschen nicht einfach zu erreichen. Die Bänke und Tische standen sehr dicht, und so kam es auch hin und wieder dazu, dass ein Rollator oder Rollstuhl gegen Bänke stieß und diese fast zu Boden riss.
Stadtfest 2015

Nicht anders am Sonntag, wobei dieser Tag der Familie galt. Am Nachmittag stand die Kinderstadtwette im Vordergrund. Die Kinder zeigten bei knapp 37 Grad Celsius im Schatten und gnadenloser Sonne von oben ihr Können. Sie legten sich mächtig ins Zeug und bauten, zusammen mit dem Stadtverein, den Stadtwerken und ihren Eltern, einen zwei Meter hohen Turm aus Styropor. Dieser sollte ein Abbild des Wasserturmes werden. Als Belohnung erhielten die Kinder eine Urkunde, eine Freikarte für das Jahnbad und ein Speiseeis gratis.
Stadtfest 2015

Auch Familie Kast freute sich über diese Preise. Sie war aus Nürnberg zu einem Kurzurlaub im Kiez am Braunsteich angereist und nahm am Sonntag an der Stadtwette teil. Die Mädchen Nadine und Emely freuten sich besonders über die Urkunden, die sie an diesen kurzen Urlaub erinnern.
Stadtfest 2015

Nach der Stadtwette folgte ein Programm auf der Hauptbühne, das für Groß und Klein gleichermaßen gut anzuschauen war. Die Tanzzwerge vom TSC Kristall tanzten wie die Großen. Auch die Sweet Hoppers gaben ihr Bestes und enttäuschten nicht. Während es auf der Hauptbühne sportlich zuging, unterhielten Zenker & Co auf der Jugendbühne in Prenzels Festhof mit Countrymusik.
Stadtfest 2015

Gegen 20 Uhr begann Mr. Feelgood die Hauptbühne zu rocken, und im Anschluss tanzten Kinder und Jugendliche und genossen sichtlich die eintretende Abkühlung und die untergehende Sonne.

Zu später Stunde konnte, wer wollte, ein Taxi nehmen. Sie standen wie jedes Jahr außerhalb des Festgeländes und durften die Gäste nicht einmal vom Bahnhof abholen.

Darin waren sich die Taxifahrer einig, kundenfreundlich ist diese Verfahrensweise für ihre Fahrgäste nicht.

Hier sind die Stadt und ihre Organisatoren gefragt, zum nächsten Stadtfest nicht nur den Taxifahrgästen einen kürzeren Weg zu ermöglichen, sondern vor allem es Menschen mit Behinderung einfacher zu machen, das Fest genießen zu können. Denn nur im Turmcafé konnten Rollstuhlfahrer barrierefrei die Toiletten erreichen. Zudem war das Personal ihnen auf den Weg dahin noch behilflich.

 

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ANMERKUNGEN:
1. Sicherheit vor Bequemlichkeit. Jedes Jahr gibt es ähnlche Diskussionen mit den Taxifahrern und dem Standort. Die Menschen, die ein Taxi zum Fest nutzen wissen, wo die Taxi stehen. Zu bestimmten Festen muss von Gewohnheiten eben auch einmal abgewichen werden.  
Im Sicherheitskonzept für das Stadtfest ist diese Verfahrensweise festgelegt und demzufolge wird danach auch verfahren.

2. Behindertentoilette. Wie auch in den vergangenen Jahren wurde bekannt gemacht, dass es verschiedene Möglichkeiten rund um den Bahnhofsvorplatz für Menschen mit Einschränkungen gibt, um auf die Toilette zu gehen.

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