Fotos und Presseberichte zur 3. Regionalkonferenz zur Zukunft des Brandschutzes in Weißwasser

23.02.2013 DruckversionPDF

Über 70 Teilnehmer zählte die 3. Regionalkonferenz zur Zukunft des Brandschutzes in Weißwasser.
Informationen zum Inhalt der Konferenz finden Sie nachfolgend und unter den drei Links.

3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13

3. Regionalkonferenz Branschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Branschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Branschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
3. Regionalkonferenz Brandschutz 22.02.13
Fotos: Torsten Pötzsch

LAUSITZER RUNDSCHAU vom 23.02.2013

Brandbekämpfer wollen Aufwandsentschädigung

Dritte Regionalkonferenz zur Zukunft des Brandschutzes in Weißwasser / Arbeitskreis präsentiert Ergebnisse

Weißwasser Einführung einer Feuerwehrabgabe in Sachsen, landesweit einheitliche Aufwandsentschädigungen für Kameraden in den freiwilligen Feuerwehren – ein ganzes Paket ist am Freitagnachmittag bei der Regionalkonferenz in Weißwasser vorgestellt worden. So soll das brennende Problem mit der Tagesbereitschaft im sächsischen Brandschutz in den Griff bekommen werden.
Alle, die im Feuerwehrwesen im Land Rang und Namen haben, waren bei der Präsentation dabei. Im Vereinspavillon am Sorauer Platz tagte die nun mehr dritte Regionalkonferenz zu Zukunft des Brandschutzes.

Klaus Hardraht bei der Regionalkonferenz   Foto:ni
Bei dieser wurden Ergebnisse eines Arbeitskreises präsentiert, der sich seit vergangenem August intensiv mit möglichen Lösungen auseinandergesetzt hat, wie das Problem gelöst werden könnte. In diesem Arbeitskreis ließen unter der Moderation des ehemaligen sächsischen Innenministers Klaus Hardraht Vertreter von der Feuerwehr Weißwasser sowie vom Landesfeuerwehrverband Sachsen, von der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren Sachsens und der Kreisbrandmeister sowie weiterer Institutionen die Köpfe rauchen.
"Es gibt nicht nur einen Weg. Vieles lässt sich kombinieren", betonte Weißwassers Wehrleiter Gerd Preußing, der die Ergebnisse vortrug. So empfiehlt der Arbeitskreis, interkommunale Zweckvereinbarungen zwischen Kommunen abzuschließen und eine Unterstützungseinheit zu bilden. 14,24 Euro je Einwohner müssten die beteiligten Kommunen dafür entrichten. Stärker als bisher könnte die länderübergreifende Zusammenarbeit mit Polen und dem Land Brandenburg ausgebaut werden.
Empfohlen wird ebenso, Gemeindewehrleiter fest anzustellen. Richtgröße: Kommunen mit 5000 Einwohnern. Auch die Bildung eines Fonds zur Förderung der Einsatzbereitschaft der freiwilligen Feuerwehren in Sachsen gehört dazu.
ni


SÄCHSICHE ZEITUNG vom 25.02.2013

Wie die Feuerwehr eine Zukunft hat

Tagsüber ist kaum einer zum Löschen vor Ort. Lösungen zeigt eine Studie aus Weißwasser.
Von Katja Schlenker

Feuerwehrmann. So lautet oft die Antwort, wenn man kleine Jungs fragt, was sie später mal werden wollen. Die Realität sieht anders aus. Viele Wehren kämpfen damit, tagsüber nicht einsatzbereit zu sein. Die Gründe dafür sind vielfältig. Die Feuerwehr in Weißwasser bekennt sich zu dem Problem und macht sich auf die Suche nach Lösungen. Erste Ergebnisse der Studie „Zukunft Brandschutz“ liegen vor.

Problem 1: Feuerwehrleute für den Einsatz vor Ort fehlen
Immer weniger Menschen leben im ländlichen Raum. Haben 1990 noch zirka 38000 Menschen in der Region Weißwasser gelebt, sind es 2011 lediglich 19000. Jene, die nach wie vor hier leben, werden immer älter. Dies sind die beiden Hauptgründe, weshalb die Feuerwehr tagsüber nicht mehr einsatzbereit ist. Die älteren Kameraden sind nicht mehr fit genug für Einsätze. Die jüngeren arbeiten außerhalb, sind mitunter die Woche über nicht zu Hause. Nachts, an Feiertagen und Wochenenden gibt es hingegen kaum Probleme, ist die Feuerwehr meist einsatzbereit.
Lösung 1: Ehrenamtliches Engagement mehr anerkennen
Wie wichtig die Feuerwehr für jeden Einzelnen ist, sollen auch die Menschen im ländlichen Raum erfahren. Damit das Ehrenamt wieder mehr anerkannt wird. „Es stimmt nicht, dass ehrenamtliche Tätigkeiten abnehmen“, sagt Anwalt Klaus Hard-raht, der zum Arbeitskreis „Zukunft Brandschutz“ gehört. „Die Zahlen sind in den vergangenen Jahren beinahe inflationär gestiegen.“ Das Problem sei oft, dass man für sein Engagement bei der Feuerwehr belächelt werde. Wenn man etwa bei einer Feier plötzlich aufspringt und zum Einsatz stürmt, statt mit der Familie beisammen zu sitzen. Da müsse man sich den ein oder anderen Spruch anhören, dass man verrückt sei, für andere sein Leben zu riskieren, sagt Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Sachsen.

Problem 2: Menschen werden zu wenig informiert
Wie verhalte ich mich bei einem Brand? Was kann ich tun, um mich im Ernstfall zu schützen? Viele wissen es nicht. „In den meisten Schulen gibt es derzeit keine hinreichenden Informationen zum präventiven Brandschutz“, erklärt Gerd Preußing, Leiter der Feuerwehr in Weißwasser. Generell werde in den Schulen wenig über die Feuerwehr informiert, welche Aufgaben sie hat, wie sie arbeitet.
Lösung 2: Feuerwehr zum Unterrichtsthema machen
Der Themenkomplex „Brandschutz, Gefahrenabwehr und Selbstschutz im Katastrophenfall“ soll in den Schullehrplan aufgenommen werden. Jedoch nicht nur für die Grundschulen, sondern auch für Mittelschulen und Gymnasien. Das ist allerdings eine Veränderung, die nur das Sächsische Kultusministerium herbeiführen kann. Zudem werden Partnerschaften angeregt, wie sie bereits zwischen den Schulen und der Polizei bestehen. Dadurch würden die Kinder bereits von klein auf die Feuerwehr kennen und schätzen lernen. Das Interesse, sich dort zu engagieren, könnte geweckt werden.

Problem 3: Nachwuchs bei der Feuerwehr fehlt
Durch den generellen Bevölkerungsrückgang ist auch die Zahl der Kinder gesunken, die sich in der Jugendfeuerwehr engagieren. Es fehlt also an Nachwuchs, der in die Erwachsenenfeuerwehr wechselt und für den Einsatz bereit steht. Zumal die Jugendlichen, die sich für die Feuerwehr begeistern, oft für Ausbildung und Studium die Heimat verlassen müssen.
Lösung 3: Unterstützungseinheiten sollen aushelfen
Die Unterstützungseinheit der Feuerwehr Weißwasser soll den Ortsfeuerwehren der umliegenden Gemeinden bei Einsätzen helfen. Jene Wehr besteht aus ehrenamtlichen und neun hauptamtlichen Kameraden. Daher sind die Weißwasseraner auch unter der Woche tagsüber einsatzbereit. Die Kameraden können schnell vor Ort sein, wenn es brennt – nicht nur in Weißwasser, sondern auch den umliegenden Gemeinden. Die Freiwilligen Wehren dort haben derzeit vereinzelt nicht genug Kameraden vor Ort, um unter der Woche tagsüber Brände zu löschen. In diesem Fall kommt die Unterstützungseinheit hinzu und hilft beim Einsatz. Ziel ist es, dass diese aus einem Leiter und elf zusätzlichen Feuerwehrleuten besteht. Solche Unterstützungseinheiten könnte es auch in Görlitz, Niesky und Zittau geben. Sie sollen die Freiwilligen Wehren jedoch nicht ersetzen.

Problem 4: Unterstützer sind nicht schnell genug vor Ort
Die Feuerwehr Weißwasser hat das Prinzip der Unterstützungseinheit ausprobiert und ist zu den umliegenden Orten gefahren. Neun Minuten haben die Feuerwehrleute Zeit, auszurücken und die Einsatzstelle zu erreichen. Zuerst soll eine Löschgruppe mit Einsatzleiter und acht Einsatzkräften sowie nach weiteren fünf Minuten weitere sechs Einsatzkräfte eintreffen. Bei den Probefahrten hat sich gezeigt, dass lediglich Teile von Bad Muskau, Gablenz, Groß Düben, Halbendorf, Krauschwitz, Kromlau, Trebendorf, Weißkeißel und Weißwasser innerhalb der geforderten neun Minuten erreicht werden.
Alle Ortslagen von Bad Muskau, Bad Muskau-Köbeln, Boxberg, Daubitz, Gablenz, Groß Düben, Halbendorf, Krauschwitz, Schleife, Mulkwitz, Nochten, Rohne, Sagar, Skerbersdorf, Trebendorf, Weißkeißel und Weißwasser sowie Teile von Kringelsdorf, Mühlrose, Rietschen und Pechern werden innerhalb von 14 Minuten erreicht. Nach weiteren zwei Minuten ist die Feuerwehr bei einem Brand auch in Reichwalde und Uhyst vor Ort. Bis Klitten hingegen schafft sie es nicht rechtzeitig.
Lösung 4: Absprachen mit Nachbargemeinden treffen
Falls ein Ort von der zuständigen Feuerwehr nicht in der gesetzlich vorgegebenen Zeit erreicht wird, können Vereinbarungen mit angrenzenden Städten oder Gemeinden getroffen werden. Im Fall Klitten könnte etwa die Freiwillige Feuerwehr Niesky kommen, um zu löschen. Zwischen der Stadt Weißwasser und einigen Nachbargemeinden bestehen derlei Absprachen bereits seit 2007. Dabei geht es primär darum, die Kosten für den Einsatz zu erstatten.
Der Arbeitskreis „Zukunft Brandschutz“ schlägt daher vor, das Projekt „Unterstützungseinheiten“ der Stadt Weißwasser auf den gesamten Landkreis Görlitz sowie andere Landkreise auszuweiten – sofern es Sinn macht. „Dabei kommen insbesondere Städte als Standorte für Unterstützungseinheiten in Betracht“, erklärt Wehrleiter Gerd Preußing. Diese verfügen entweder über eine Berufsfeuerwehr wie etwa Görlitz oder haben hauptamtliche Mitarbeiter eingestellt, um die Freiwillige Feuerwehr zu unterstützen. Dies ist zum Beispiel in Zittau der Fall.


SÄCHSICHE ZEITUNG vom 25.02.2013

-Kommentar-
Probleme offensiv angehen
über die Zukunft der Feuerwehr
Von Katja Schlenker

Weißwasser bekennt, dass es unter der Woche tagsüber Probleme dabei hat, genug Leute zusammenzutrommeln, um Brände zu löschen. Das ist bemerkenswert. Die meisten Feuerwehren kennen das Problem, haben bisher aber auch keine Lösung gefunden. Dabei betrifft es jeden. Immerhin könnte es das eigene Haus sein, das abbrennt. Während man zuschauen muss, weil die Feuerwehr nicht rechtzeitig da ist, um zu löschen.
Die Studie zur Zukunft des Brandschutzes zeigt erstmals Lösungsansätze, wie die bestehenden Probleme angepackt werden können. Viele gute Ideen sind dabei zusammengetragen worden. Jetzt gilt es, diese ausgiebig zu diskutieren und zu schauen, was davon umgesetzt werden kann – und vor allem wann. Denn wenn sich nicht bald etwas tut, kann es bereits zu spät sein. Dann spitzt sich die Situation immer mehr zu.
Dabei werden die Probleme am Ende lediglich weitergereicht. Wenn nicht bald der Anstoß für Veränderungen gegeben wird, bekommt die nächste Generation ein richtig großes Problem in puncto Feuerwehr. Also muss jetzt die Grundlage dafür geschaffen werden, dass die Feuerwehren eine Zukunft haben. Und das geht nur, indem die Probleme offensiv angegangen werden.

Öffnungszeiten der Schwimmhalle

Buß- und Bettag: Am Feiertag, den 20.11.2019, hat die Schwimmhalle Weißwasser inklusive der Sauna geschlossen. Wir bitten um Verständnis.

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