Menschen und Lebensqualität in Weißwasser

30.10.2012 DruckversionPDF

Trotz Schrumpfung unserer Stadt entstehen immer wieder schöne Dinge in Weißwasser.
So auch am Sorauer Platz, wo heute feierlich und unter Anwesenheit der Sozialdezernentin des Landkreises Frau Weber ein ganz neu gestaltetes Areal an die Stadt übergeben wurde. In den letzten Jahren arbeiteten hier Menschen im Rahmen eines BIWAQ-Projektes (Soziale Stadt-Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier). Ein Ort für alle Generationen wurde hier geschaffen, wo einst Hochhäuser beheimatet waren.
Es war eines von deutschlandweit 93 bestätigten Projekten (500 Projektanträge wurden eingereicht). 249 Menschen wurden im Projekt aus- und weitergebildt, über 40 davon konnten in Arbeit oder Ausbildung weitervermittelt werden. Der Projektzeitraum war vom 01.02.2009 bis 31.10.2012.
Ein Kooperationsvertrag zwischendem Projektträger der Ausbildungsgesellschaft Rodig mbH und dem Vor-Ort-Büro Soziale Stadt sicherte die Projektumsetzung ab. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF), des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BVBS) und Mitteln der Stadt Weißwasser.

Einige Fakten zum Ablauf:

17.03.2009:
1. Bürgerversammlung auf Einladung und unter Leitung des Stadtteilkoordinators im Vor-Ort-Büro zur Projektvorstellung.
Neben 20 AnwohnerInnnen waren Torsten Pötzsch als damaliger Geschäftsführer der WBG - Wohnungsbaugesellschaft mbH Weißwasser, Andreas Taugs als Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Weißwasser eG (WGW) und Kerstin Münzberger als Mitarbeiterin der WGW sowie die Geschäftsführerin der Ausbildungsgesellschaft Rodig mbH und Thorsten Rennhak als Stadtentwickler von der Stadtverwaltung anwesend.
Hinweise der anwesenden Bürgerinnen und Bürger, die grundsätzlich das Projekt begrüßten, wurden entgegengenommen und flossen in die spätere Projektumsetzung ein.

29.06.2011:
2. Bürgerversammlung fand auf Einladung und unter Leitung des Stadtteilkoordinators im Vor-Ort-Büro statt.
An dieser nahmen neben 16  AnwohnerInnen, Pressevertretern, Mitarbeitern des Polizeireviers Weißwasser sowie der Ausbildungsgesellschaft Rodig mbh, der Stadtentwickler und eine Planerin der Firma ITL teil.

Nach mehreren Vor-Ort-Terminen erfolgte am 07. Juni 2011 die erste Teilabnahme für das 6.000 Quadratmeter umfassende Areal.


die Kinder nehmen den neuen Spielplatz in Beschlag

auch OB Pötzsch musste auf die Rutsche

Frank Schwarzkopf - der Bau im Foto-Zeitraffer

kleine Feierstunde im Vereinspavillon


ein kleines Kulturprogramm mit den Eheleuten Wetzorke und Lisette Waneck

Fotos von Frank Schwarzkopf, außer Bild 4


SÄCHSISCHE ZEITUNG vom 30.10.2012

 

Waldwichtel erobern den Elefanten-Spielplatz

Am Sorauer Platz ist eine 6000 Quadratmeter große Begegnungsstätte fertig. Die bringt Weißwasser mehr als Grün, Bänke und Spielplatz.

Kaum hatte Oberbürgermeister (OB) Torsten Pötzsch gestern Vormittag „Feuer frei auf die Spielgeräte“ gerufen, stürmten 34 Waldwichtel der Kindertagesstätte der Arbeiterwohlfahrt den neuen Spielplatz am Sorauer Platz.

„Die Kinder warten schon lange auf die Elefantenrutsche und die Holzeisenbahn“, erzählt Erzieherin Uta Nowack. Mit ihren Kolleginnen kommt sie künftig oft mit Kindergartengruppen auf den innerstädtischen Spielplatz mit Rodelberg, Sandkiste und viel Platz zum Roller fahren, Ball spielen oder Malen. „Weil ich da drüben in einem Haus wohne, kann ich jetzt immer hier spielen“, erzählt auch die sechsjährige Leoni freudig.

Der neue Spielplatz ist der letzte Teil des von der Ausbildungsgesellschaft Rodig mbH umgestalteten Freigeländes am Sorauer Platz. Nach dreijähriger Bauzeit wurde gestern das 6000 Quadratmeter große Areal im Beisein von OB Torsten Pötzsch und der Sozialdezernentin des Landkreises Görlitz, Martina Weber, an die Stadt Weißwasser und ihre Bürger übergeben.

„Dieses neue Begegnungszentrum für alle Generationen ist nicht nur wegen der zentralen Lage ideal, sondern auch, weil in den benachbarten Pavillons viele Freizeitanbieter und Anlauf- und Beratungsstellen für Bürger sind. Von Tanzschule über Quartiermanagement bis SpinnNetz tragen alle zur Platzbelebung bei“, lobt Martina Weber das neue Zentrum, welches nach dem Abriss von Plattenbauten noch vor wenigen Jahren einer Mondlandschaft – inmitten eines innerstädtischen Wohngebietes – glich.

Die Idee, daraus eine grüne Freizeitoase für alle Generationen zu machen, hatte die Ausbildungsgesellschaft Rodig mbH. Bei der Stadtverwaltung Weißwasser traf sie damit auf offene Ohren. Die Folge: Rodig bewarb sich beim bundesweiten Biwaq-Projekt „Soziale Stadt“ und erhielt mit dem Konzept „Lebensraum Sorauer Platz“ letztlich einen Zuschlag. Dadurch flossen rund 500000 Euro von Bund, Land, Europäischem Sozialfonds, Stadt und Jobcenter in die Umgestaltungsmaßnahme. Davon sind allein etwa 300000 Euro verbaut, weiß Geschäftsführerin Roswitha Rodig. Entstanden sind so am Sorauer Platz – in Absprache mit Stadt und auf Anwohnerwunsch – unterschiedliche barrierefreie Bereiche. Arkadenartige Sitzgruppen, viel Grün und ein Großschachbrett laden Senioren zum Treff im Freien ein. Für Familien und Jugendliche gibt es Tobewiese und Basketball und für die Jüngsten den Spielplatz.

„Vor allem konnten über das Projekt in den letzten drei Jahren 259 langzeitarbeitslose Jugendliche und Erwachsene beschäftigt werden“, erklärt Roswitha Rodig. Dank fachlicher Anleitung durch Meister und Ausbilder der Ausbildungsgesellschaft erhielten viele Teilnehmer auch berufliche Teilabschlüsse in Garten- und Landschaftsbau, Holzverarbeitung oder Baugewerbe. Um jedoch Allen nötiges Wissen und handwerkliches Können zu vermitteln, war kaum Technik im Einsatz. Ein erfolgreicher Ansatz, wie die Maßnahme beweist, aus der 48 Teilnehmer sogar direkt in Arbeit oder Ausbildung kamen.

Nun muss die Freianlage nur noch durch die Bürger angenommen – und mit gepflegt – werden.

Von Sabine Larbig

 

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