Weißwasseranerin in den Bundestag eingeladen

27.10.2012 DruckversionPDF

Veranstaltung „Menschen mit Behinderung im Deutschen Bundestag“ in Berlin am 26. und 27. Oktober 2012
Mehr als zweihundert zugelassene Bürgerinnen und Bürger aus allen sechzehn Bundesländern, die als Expertinnen und Experten in eigener Sache mit Mitgliedern des Bundestages ins Gespräch kommen und Ihre spezifischen Perspektiven zum Ausdruck bringen können, trafen sich heute im Paul-Löbe-Haus, welches im Regierungsviertel von Berlin liegt.

Zu den geladenen Teilnehmerinnen gehörte als einzige Weißwasseranerin Frau Simone Linke, Behindertenbeauftragte des Stadtverein Weißwasser e.V. und Projektleiterin von Pro Auxilio Hilfe zur Hilfe e.V..Simone Linke im Paul-Löbe-Haus
Foto: Michael Heitfeld, Hauptschwerbehindertenvertreter des Verteidigungsministeriums der Bundesrepublik Deutschland

Der Präsident des Deutschen Bundestages, Prof. Dr. Norbert Lammert, eröffnete um 14 Uhr die zweitägige Veranstaltung. In seiner Begrüßung erwähnte er, dass ein zweiter Anlauf erforderlich war, um eine Veranstaltung in dieser Form erstmalig überhaupt durchführen zu können. Der Bundestagspräsident hob die Bedeutung einer gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderung als selbstverständlicher Bestandteil der Politik in einer demokratischen Gesellschaft hervor. Weiter unterstrich er die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention und des Nationalen Aktionsplanes der Bundesregierung für sämtliche Bereiche des Zusammenlebens in unserem Land. Nach seinen Worten seien manche Fortschritte erreicht worden, manche Anliegen seien jedoch noch unerledigt. Er hoffe auf Hinweise der Eingeladenen an die Politik sowie begründete Nachfragen. Niemand müsse ein Blatt vor dem Mund nehmen. Abschließend wies er darauf hin, dass pünktlich zur Veranstaltung auf der Internetseite des Deutschen Bundestages ein Angebot in "Leichter Sprache" fertig wurde und bat darum, dieses durch Vorschläge schrittweise zu verbessern.
Repräsentanten der im Bundestag vertretenen Fraktionen machten in ihren anschließenden Grußworten ebenfalls auf die besondere Bedeutung der Veranstaltung aufmerksam.

So erinnerte Frank Walter Steinmeier daran, dass Politiker Reden hielten und Gesetze machten, wie das Sozialgesetzbuch IX, welches viele Fortschritte für behinderte Menschen gebracht hätte. Heute solle beraten werden, wie behinderte Menschen selbstbestimmt leben können.
Gregor Gysi verwies darauf, dass es keine Gespräche und Entscheidungen ohne behinderte Menschen geben dürfe. Er glaube, alle Menschen seien behindert, nur einige würden es zugeben, andere nicht.

Nach der Eröffnung absolvierten die Anwesenden einen Rundgang durch die Ausstellung „Gestaltung für alle“ und der Foto-Dokumentation „Deutscher Bundestagtag barrierefrei“.
Mit der Konstituierung der Arbeitsgruppen begann die Diskussion zu den einzelnen Fach- und Politikbereichen.

Als Rahmenprogramm wurden gemeinsame Erkundungen der Liegenschaften des Deutschen Bundestages unter barrierefreien Aspekten mit einem anschließenden musikalischen Ausklang angeboten.
Am Samstag wird die Arbeitsgruppenarbeit mit dem Ziel fortgesetzt, auf der Grundlage der in mehreren Sitzungen diskutierten Themen der Belange behinderter Menschen, schriftliche Empfehlungen für die parlamentarische Arbeit zu formulieren. Diese werden im Abschlussplenum am Samstag vorgetragen.
Die Eröffnungsveranstaltung wurde in Ausschnitten live im Fernsehsender phoenix übertragen.

Bericht von Simone Linke

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