Schülerinnen vom Landau Gymnasium begleiteten 1 Jahr lang eine Flüchtlingsfamilie

30.09.2015 DruckversionPDF

Ein besonderes Thema für ihre Projektarbeit hatten sich Emely Buchheim und Jule Schmidt überlegt. Sich mit der Geschichte einer Flüchtlingsfamilie auseinander zu setzen und diese zu begleiten, sie intensiver kennen zu lernen war sicher eine prägende Erfahrung.

LAUSITZER RUNDSCHAU 30.09.2015

"Sie sind genauso wie wir"

Projektarbeit zweier Gymnasiastinnen befasst sich mit Flüchtlingen in Weißwasser

Weißwasser Zwei Schülerinnen des Landau Gymnasiums Weißwasser haben ihre Projektarbeit zum Thema Flüchtlinge angefertigt. Dazu begleitet sie fast ein Jahr eine Flüchtlingsfamilie. Schnell sind dabei Freundschaften entstanden.


Emely Buchheim (r.) und Jule Schmidt (2.v.r.) haben ein halbes Jahr die Flüchtlingsfamilie Shokair begleitet. Inzwischen sind sie mit den libanesischen Kindern gut befreundet. Foto: Anja Buchheim

"Als wir uns das Thema ausgesucht haben, waren noch keine Flüchtlinge da", erzählt die 18-jährige Emely Buchheim. Zusammen mit Jule Schmidt hatte sie sich vorgenommen, sich mit dem Thema im Rahmen ihrer Projektarbeit in der elften Klasse auseinanderzusetzen. Bei einem Besuch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) wollten sich die Schülerinnen erkundigen, was es mit den Flüchtlingen auf sich hat. "Ilona Donath vom DRK hat uns Familie Shokair aus dem Libanon vorgestellt", erzählt Jule. Beide hatten keine Zeit, sich Gedanken zu machen. "Sie standen plötzlich im Zimmer", erinnert sich Emely.

Das war im Herbst 2014. Schnell haben sich Emely und Jule mit den drei Kindern der Familie angefreundet. "Am Anfang war ihr größtes Problem, dass sie noch nicht zur Schule gehen durften", erzählt Emely Buchheim. Das sei für viele deutsche Jugendliche gar nicht nachvollziehbar. "Aber sie wollen lernen ", bestätigt Emely.

Oft haben die beiden Schüler-innen mit den jungen Libanesen gesprochen, ihre Freizeit mit ihnen zusammen verbracht. "Wir haben Plätzchen gebacken, sind Schlittschuh gelaufen oder haben uns nachmittags getroffen", beschreibt Jule Schmidt die gemeinsame Zeit. Aus zahlreichen Gesprächen mit den Flüchtlingskindern haben sie deren Heimatland kennengelernt, von den Stationen der Flucht gehört und von den Ängsten der libanesischen Jugendlichen erfahren. "Das ist schon krass, wenn man durch ihre Augen die Erlebnisse zu hören bekommt", bekennt die 17-jährige Jule.

Eben diese Schilderungen verarbeitenen die beiden schließlich in einer Projektarbeit für ihren Deutschkurs. Sie haben Gedichte und kurze Erzählungen verfasst und sie zusammengestellt (siehe Text auf der rechten Seite). "Das war die Aufgabe von unserer Projektbetreuerin", erzählt Emely Buchheim. Am kommenden Dienstag müssen sie ihre Arbeit verteidigen.

Aus heutiger Sicht war die Projektarbeit nicht nur eine überwältigende Erfahrung. "Für uns hat sich die Sicht auf die Flüchtlinge verändert", sagt Jule. Beide haben eine ganz normale Familie kennengelernt – mit Problemen, Zuneigung und jede Menge Lebenslust. "Unser Anliegen ist es deshalb, allen zu erzählen, wie es der Familie erging", fasst Emely zusammen. Viele Menschen würden schlecht über Ausländer und Flüchtlinge reden. Beiden sei bewusst, dass es überall schwarze Schafe gibt. "Man kann jedoch nicht alle über einen Kamm scheren", sagt Jule Schmidt und fügt an: "Sie sind genauso wie wir." Das sollten alle bedenken, wenn sie über Flüchtlinge reden. Auch nach dem Projekt treffen sich Jule und Emely deshalb mit ihren neuen Freunden.

Christian Köhler

 

 

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