Urkundenübergabe für UNESCO GLOBAL GEOPARK Muskauer Faltenbogen - weitere Fotos und Presseberichte

30.05.2016 DruckversionPDF

Weitere Fotos und Berichte zur UNESCO-Titel-Verleihung.

LAUSITZER RUNDSCHAU vom 30.05.2016

Der Titel ist auch eine Verpflichtung
Global Geopark Muskauer Faltenbogen trägt seit Samstag offiziell das Unesco-Label

BAD MUSKAU Zwischen Kromlau und Weißwasser sieht es aus, als hätte jemand Bäume verkehrt herum in Seen gepflanzt. Von den gefluteten Restlöchern gibt es übrigens unzählige in der Region. Sie haben oft ganz unterschiedliche Farben. Außerdem sprudeln zahlreiche Quellen und lässt sich die Braunkohle mit den Fingern berühren. Das alles und noch mehr ist der Muskauer Faltenbogen. Seit Samstag trägt er das Label der Unesco. 


Leknicas Bürgermeister Piotr Kuliniak (3.v.l.) sowie die Landräte Harald Altekrüger (SPN/4.v.r) und Bernd Lange (Görlitz/3.v.r.) halten stellvertretend für die Akteure vor Ort die Unesco-Urkunden.Foto: Joachim Rehle

Auf dem Radweg zwischen Weißwasser und Kromlau hat Weißwassers Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) dieser Tage zehn Radfahrer abgepasst. "Sie kommen aus Zentralpolen, übernachten in einem kleinen Dorf bei Leknica und erkunden den Geopark", erzählt Pötzsch. Der OB agiert also kurzerhand als Reiseführer und schickt die Radfahrer zum Aussichtspunkt am Schweren Berg nach Weißwasser und in den Findlingspark nach Nochten.

Für Pötzsch ist diese Geschichte aus jüngsten Tagen maßgeblich für die Vermarktung der 340 000 Jahre alten Geschichte. In der Elster-Eiszeit ist der Muskauer Faltenbogen entstanden. In der Neuzeit brauche es noch mehr Einsatz, um ihn vermarkten zu können. Deshalb sollen in Partnerschaft mit Zary an allen vier Einfahrtsstraßen nach Weißwasser Infotafeln aufgestellt werden, damit sich der Besucher aus nah und fern einen ersten Überblick verschaffen kann.

Dass am Samstag an den Global Geopark Muskauer Faltenbogen im Neuen Schloss offiziell die Urkunde der Unesco überreicht worden ist, lenkt den Fokus auf die Region. Davon geht auch Elzbieta Polak, die Marschallin der polnischen Wojewodschaft Lubuskie aus. "Die Urkunde ist ein Mehrwert für die touristische Werbung", sagt sie. Dass der Faltenbogen enormes Potenzial biete, davon ist die Polin sehr überzeugt und belegt das mit einer Episode bei einem Besuch in China. Dort hatte die Marschallin bei einer Konferenz über die grenzüberschreitende geologische Besonderheit referiert. "Danach haben die Leute Schlange gestanden, um weitere Details zu erfahren", schwärmt Elzbieta Polak regelrecht.

Dass sich die Gäste, wenn sie einmal hier sind, für den Faltenbogen begeistern lassen, das können die zertifizierten Geopark-Führer Birgit Jurtz aus Bad Muskau-Köbeln und Jürgen Siegemund aus Gablenz bestätigen. Dann könne man ihnen erklären, warum es hier so viele Seen gibt und warum die Region mit Kohle und Glasindustrie groß geworden ist. "Der Titel ist aber auch eine Verpflichtung", unterstreicht Jürgen Siegemund. "Wir müssen den Gästen auch was anbieten können", sagt der Gablenzer und verweist auf die guten Beispiele – den Pfad in der ehemaligen Grube Babina in Polen und die Angebote im Brandenburgischen. Sachsen müsse diesbezüglich nachziehen, heißt es.

Dass sich da künftig noch einiges entwickelt, darin sind sich am Samstag alle Gastredner einig. Diese Hoffnung begründet sich auf die Geschichte. Denn in den zurückliegenden 20 Jahren, in denen das Projekt Muskauer Faltenbogen angeschoben wurde, gab es viele Akteure, die nicht locker gelassen haben. Die Aktion sei von unten gewachsen, lobt Birgitta Ringbeck, Ministerialrätin vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik. Diese Verankerung an der Basis sei wichtig, "denn, wer kennt sich in der Region besser aus als die Menschen vor Ort." Toll sei in diesem Zusammenhang auch die gute nachbarschaftliche Zusammenarbeit.

Zum Thema:
Mit der Auszeichnung würdigt die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (Unesco) die einzigartige geologische, wirtschaftliche und kulturgeschichtliche Entwicklung der Grenzregion zwischen dem sächsischen Weißwasser, dem brandenburgischen Döbern und dem polnischen Leknica. Der Freistaat Sachsen hat diese Bemühungen unterstützt. Über das grenzüberschreitende EU-Programm Sachsen-Polen flossen 615 000 Euro für die Entwicklung der touristischen Infrastruktur und noch einmal 66 000 Euro aus dem Landeshaushalt für die Errichtung und Betreibung eines Infopunktes in Weißwasser, teilt das Umweltministerium mit. Unter Regie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt wurden zertifizierte Geoparkführer ausgebildet.120 Geoparks in 33 Ländern sind nun unter dem Dach der Unesco. Nur drei davon habe eine grenzüberschreitende Ausdehnung. Einer davon ist der Global Geopark Muskauer Faltenbogen.

Regina Weiß

 

SÄCHSISCHE ZEITUNG vom 30.06.2016

Bad Muskau: Der Festsaal des Neuen Schlosses im Fürst-Pückler-Park ist am Sonnabendnachmittag mit prominenten Vertretern aus der deutschen und polnischen Politik gespickt gewesen. Gemeinsam mit zahlreichen Vertretern aus Städten und Gemeinden beiderseits der Neiße haben sie sich über die Unesco-Auszeichnung für den Geopark Muskauer Faltenbogen gefreut. Mit der Übergabe der Urkunden ist der Park nun offiziell ein „Unesco Global Geopark“. Davon gibt es insgesamt zwar 120 Stück weltweit, doch nur drei sind darunter, die Ländergrenzen überschreiten. Für den Geopark Muskauer Faltenbogen ist der Titel die höchstmögliche Auszeichnung.

Die Urkunden beweisen, dass der Muskauer Faltenbogen nun offiziell ein „Unesco Global Geopark“ ist. Die Festzeremonie fand im Fürst-Pückler-Park mit vielen prominenten Gästen statt. © Rolf Ullmann

Das nunmehr zwölfte deutsch-polnische Parkfest im Fürst-Pückler-Park und dem Park Muzakowski ist ein Beispiel für die gute grenzüberschreitende Zusammenarbeit an der Neiße. 


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Geopark Muskauer Faltenbogen

Bild Geopark
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Amtsgericht Weißwasser

Foto: sachsen.de
Tel.: 03576 / 28 47 0