Worte des Oberbürgermeisters zum Jahreswechsel 2012/13

24.12.2012 DruckversionPDF

Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Weißwasser, die Zeit vor dem Jahreswechsel - das ist die Zeit des Rückblicks und des Blicks nach vorne.
Was hat das Jahr 2012 hinterlassen? Welche Themen werden wir aus diesem Jahr in Erinnerung behalten?
Wenn wir zurückschauen, dann können wir feststellen, dass es ereignisreich, schwierig aber auch von vielen positiven Dingen für unserer Stadt und unsere Region geprägt war.

Einige Punkte möchte ich Ihnen in Erinnerung rufen:

1. Tatort Stadt
Hier wurde der aufgestellte Bebauungsplan für das Allbau-/Ziegeleigelände diskutiert.
Es war beeindruckend, wie groß das Interesse aus der Bevölkerung war, um an einer bürgerschaftlichen Stellungnahme mitzuwirken.

Mitte 2014 sollen an diesem Standort Baugrundstücke verkauft werden können.

2. Bürgerforen
Große Interesse zeigten Sie, um Themen der Stadtentwicklung gemeinsam  zu diskutieren und gaben Hinweise und Anregungen für meine Arbeit.

3. Feuerwehr
Große Probleme bereitet uns die Absicherung der Einsätze unserer Feuerwehr und der Feuerwehren der Region.
Viele Kameraden sind am Tag nicht verfügbar oder sind nur am Wochenende in der Heimat. Es  fehlt an Atemschutzgeräteträgern.
Hier gehen wir gerade neue Wege, um dem Freistaat für dieses Thema noch mehr zu sensibilisieren.
Ich möchte Sie auch heute direkt ansprechen und für eine Mitgliedschaft in den Feuerwehren der Region werben.

4. Eisarena
Dieser Neubau ist für uns ein Zeichen in der Region.
Es festigt und sichert den Eishockeysport mit seiner 80jährigen Tradition in Weißwasser.

5. Weißwasser ist Sportstadt
Fast 50 Sportarten beherbergt unsere Heimatstadt. Und auch in diesem Jahr sind wieder neue dazugekommen. Eine völlig konträre Entwicklung zu unserer Einwohnerentwicklung und gerade deshalb ist es bemerkenswert das zu sehen.
Die Vereine sind das Rückrad in Sachen Kultur, Sport und Sozialem in der Stadt.

6. Ehrenamtspreis
Der zweite Ehrenamtspreis für persönliches Ehrenamt, mit dem vor einigen Tagen Einwohner Weißwasser's geehrt wurden, zeugt davon, dass dieses Engagement sehr wohl wahrgenommen wird.
Auch wenn einige Aktive lieber in zweiter oder dritter Reihe stehen wollen, ist es wichtig diese Menschen immer intensiver in das Licht der großen Öffentlichkeit zu rücken.
Diese Helfer haben ihren Teil dazu beigetragen, dass vieles vorangebracht werden konnte. Ich verbinde meinen Dank mit der Bitte, in dieser Verbundenheit zu unserem Gemeinwesen nicht nachzulassen. Nur wenn in unserer Bürgerschaft jeder bereit ist, wenigstens ein Stück weit Verantwortung zu übernehmen, wird es gelingen, mit den Herausforderungen der Zukunft fertig zu werden. Diese liegen nicht nur auf materiellem Gebiet, sondern mehr noch im zwischenmenschlichen, sozialen und solidarischen Bereich.

7. Weißwasser wird international
Mannschaften aus Polen Italien und Tschechien weilten in Weißwasser, um an einem internationalen Hallenfußballturnier teilzunehmen.
Viel Lob über die Organisation durch die Weißwasseraner, das Spielniveau und die Rahmenbedingungen ernteten die Macher.
Das bringt Optimismus und Mut für zukünftige Projekte.

8. Stadtfest und Weihnachtsmarkt
Diese beiden Veranstaltungen möchte ich als Beispiele aufführen.
Sie sind über viele Jahre feste Bestandteile im kulturellen Leben Weißwasser's.
Manche neue Idee sollte nicht im Vorfeld schon immer zerredet werden.
Mut zu neuem zeigte auch die erstmals in diesem Jahr stattgefundene Lesenacht. Mit so viel Zuspruch hatten die Organisatoren nicht gerechnet. Es zeugt davon das Weißwasser sehr lebendigen Stadt ist.

9. Mission Olympic
Ein guter Übergang zu dem Ereignis für unsere Stadt.
Weißwasser ist Deutschland aktivste Stadt 2012. Und diesen Titel haben wir gemeinsam errungen.
Noch heute sehe ich die Gesichter von diesem 1. Juniwochenende vor mir. Optimismus  und Freude strahlten Sie aus.
Und Sie alle sammelten fleißig Punkte für unsere Stadt.

Danke!

All diese Bemühungen hängen letztlich zusammen und dienen einem Ziel:
Die Region  zu stärken, wettbewerbsfähig und zukunftssicher zu gestalten.

Alle diese Bemühungen sind kleine Bausteine im Kampf gegen ein abschreiben und vergessen unserer Region.
Beispiele aus diesem Jahr:
- Schließung des einzigen regionalen Vermessungsbüro
- Schließung der Rentenstelle ist für 2013 geplant
- eine der beiden Videotheken wurde geschlossen (Erhöhung des Mietpreises)
- die Schließung der Verbraucherzentrale konnte durch starkes Engagement verschiedener Personen verhindert werden.

Der erste Entwurf des Landesentwicklungsplan für Sachsen warf im Frühjahr diesen Jahres viele Fragen auf.
Konstruktive Stellungnahmen aus der Region führten zur Berücksichtigung im mittlerweilen 2. Entwurf.
Bis 11. Januar können weitere Hinweise von Ihnen gegeben werden. Alle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite.

Ich bitte Sie persönlich sich unermüdlich für unsere Stadt  einzusetzen, für sie zu werben.
Ich werde es weiter tun.

Der weitere Aufbau eines positiven Images der Region steht auch im Jahr 2013 ganz oben auf meiner Aufgabenliste.


Lassen Sie uns noch einen Blick in das neue Jahr werfen.

Der Finanzhaushalt unserer Stadt
Einsparungen wurden im Stadtrat beschlossen, die nicht immer die gewünschten Effekte gebracht haben.
Die finanziellen Mittel darzustellen, die für unsere Aufgaben als Stadt notwendig sind, wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Immer mehr wird auf das schwächste Glied in der Kette abgewälzt und das ist die Kommune. Und manchmal haben wir keine andere Wahl, um Kosten an Sie als Einwohner weiter zu geben.
Im Haushaltsentwurf unseres Landkreises ist eine Erhöhung der Kreisumlage auf 33,5% aufgezeigt. Alle unsere Einsparungspotentiale werden dadurch wieder aufgefressen.

Trinkwasser
Hier werden die intensiven Verhandlungen weiter geführt.
Ziel ist es, dass alle Beteiligten ein Finanzierungmodell aufzeigen, welches die Kosten für die notwendigen Investitionen einer neuen Trinkwasserleitung von ca. 24 Mio. € nicht auf die Bevölkerung abwälzt.

IGA
Eine Internationale Gartenausstellung im Jahr 2027 in die Region zu holen ist gewagt und zeugt von Mut.
Eine Untersuchung in Form einer Machbarkeitsstudie wird im nächsten Jahr erfolgen. Die Ergebnisse werden dann bewertet und weitere Entscheidungen sind zu treffen.
Als integraler Bestandteil der Stadtentwicklungsstrategie könnte eine Internationale Gartenausstellung eine große Hebelwirkung entfalten. 

Stadtrat
Viele verschiedene Themen werden hier aus unterschiedlichen Blickrichtungen diskutiert.
Ich bitte die Stadträte untereinander und mit der Stadtverwaltung noch mehr miteinander statt gegeneinander zu arbeiten.

Große Herausforderungen stehen in den nächsten Jahren vor uns und die können wir nur gemeinsam angehen und bewältigen. Wir alle müssen nach der Erkenntnis handeln, dass wir nicht wissen, was das neue Jahr bringen wird. Dagegen sind wir uns sehr wohl im Klaren darüber, dass es jeden Tag Gelegenheit geben wird, Gutes zu tun.
Bleiben Sie gesund und der Region Weißwasser gewogen. Mit Vertrauen in die Menschen und mit Mut.

Vertrauen und Mut werden nicht immer belohnt, jedoch nie belohnt werden Mistrauen und Kleinmut.   

Ihr Torsten Pötzsch

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