Bundesprogramm wirkt in Weißwasser

12.01.2012 DruckversionPDF

Bei der Bauplanung für das Allbaugelände sollen Bürger wie Träger öffentlicher Belange gehört werden.
Stadtplanerin sucht Bürger-Kontakt in Weißwasser.
Bürger von Weißwasser sollen den Bebauungsplan für das Areal Alte Ziegelei mit ausarbeiten.
Dieses Ziel verfolgt Stadtplanerin Karin Schwab, die von Januar bis Juli in der Stadt ein Stipendium hat.

Sächsische Zeitung

Donnerstag, 12. Januar 2012

Weißwasser als Vorbild für andere Städte

Bei der Bauplanung für das Allbaugelände sollen Bürger wie Träger öffentlicher Belange gehört werden.

 

Betroffene und interessierte Bürger in Sachen Bauleitplanung fit zu machen, ist die Grundidee für ein neuartiges Konzept der Bürgerbeteiligung bei Bauvorhaben. Es stammt von Karin Schwab und soll im nächsten halben Jahr im Rahmen der Planungen zum Allbaugelände/Alte Ziegelei in der Praxis erprobt werden (SZ berichtete). Um zu verhindern, dass Einwände von Bürgern wegdiskutiert werden, sollen sie dabei für eine fundierte Stellungnahme qualifiziert werden. Diese wird dann im Abwägungsprozess wie die Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange behandelt. Bei der Konzeptvorstellung im Bau- und Wirtschaftsausschuss am Dienstag verlieh Schwabs Mentorin, die Berliner Stadtplanerin Ines Ulrike Rudolph, ihrer Hoffnung Ausdruck, das Konzept könne, sofern es sich als praktikabel erweise, Modellcharakter gewinnen und auch in anderen Kommunen Anwendung finden.

Karin Schwab stammt aus Nürtingen bei Stuttgart. 2009 machte sie dort ihren Abschluss im Fach Stadtplanung. Ende 2011 hatte sie einen Wettbewerb des Bundesbauministeriums unter dem Titel „Tatort Weißwasser“ gewonnen. Sie erhält nun für die Umsetzung ihres Konzepts ein Stipendium. Das Projekt läuft bis Juli und wird abschließend ausgewertet.

Von Thomas Staudt

 

 

Lausitzer Rundschau

Donnerstag, 12. Januar 2012

Stadtplanerin sucht Bürger-Kontakt in Weißwasser

Bürger von Weißwasser sollen den Bebauungsplan für das Areal Alte Ziegelei mit ausarbeiten. Dieses Ziel verfolgt Stadtplanerin Karin Schwab, die von Januar bis Juli in der Stadt ein Stipendium hat.

 

Karin Schwab stattete der Brachfläche am Mittwoch einen ersten Besuch ab. Die fünfeinhalb Hektar zwischen Jahnteich und Bahnlinie werden für Stadtplanerin aus Nürtingen bei Stuttgart zum Experimentierfeld. Denn erstmals bei einem Bau-Projekt in der Stadt sollen die Bürger mitbestimmen dürfen, wie der B-Plan aussieht.

Wie das theoretisch geht, kann die 34-Jährige schlüssig erklären. Noch bevor der im Entwurf fertige B-Plan öffentlich ausgelegt wird, soll es eine Info-Veranstaltung für die Bürger geben. In Arbeitsgruppen können sie sich anschließend intensiver mit Areal und Planung auseinandersetzen. Dabei herauskommen sollen am Ende eigene Vorschläge oder Hinweise, die mit Hilfe von Fachleuten in einer „bürgerschaftlichen Stellungnahme“ zusammengefasst und an das Stadtplanungsamt weiter geleitet werden.

Karin Schwab hat sieben Monate Zeit, die Theorie in die Praxis umzusetzen. So lange nämlich dauert das Stipendium in Weißwasser, das ihr der Bund im Rahmen eines bundesweiten Ideenwettbewerbs für junge Planer bezahlt. „Ich muss zunächst mal selbst ganz viele Informationen sammeln und Gespräche führen“, sagt Karin Schwab. Montag ist sie in eine Gästewohnung der Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser (WBG) in der Schulstraße gezogen. WBG und Wohnungsbaugenossenschaft, Bürgerinitiative Modellprojekt Weißwasser und Quartiermanagement sind für sie erste Adressen, die sie in den nächsten Tagen ansteuert. „Ich denke, so den Kontakt zu den Bürgern zu bekommen.“ Im Rathaus hat die Stipendiatin einen Arbeitsplatz eingerichtet bekommen. Detlef Krahl ist dort ihr Ansprechpartner. Sehr offen und interessiert begegne man ihr.

Im Bauausschuss am Dienstag begrüßten die Stadträte und Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) den Ansatz der Stipendiatin. Auch bei dem geförderten Projekt „Zusammenhalt durch Teilhabe“, an dem eine Rathaus-Mitarbeiterin arbeitet und das gleichfalls zu Beginn des Jahres angelaufen ist, gehe es um die enge Zusammenarbeit von Bürgern und Verwaltung. Außerdem, so Pötzsch, mache Karin Schwab das künftige Wohngebiet an der Alten Ziegelei bekannter und fördere so die Vermarktung.

 

Zum Thema:
Bei dem Ideenwettbewerb „Mitmachen – Neue Wege zur Beteiligung der Öffentlichkeit“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung wurden 60 Kommunen angefragt und vier berücksichtigt. Neben Weißwasser noch Wolfsburg, Offenbach und Fellbach (Baden-Württemberg). Für die vier siebenmonatigen Stipendien von Januar bis Juli 2012 haben sich junge Planer bei einer Fachjury beworben, die im Oktober die Auswahl getroffen hat.

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